Jahreshauptversammlung des Männergesangvereins
Seelenwellness für alle

Von 1974 bis 2015 leitete Josef "Jupp" Sloot (Dritter von rechts) den Trabitzer Männerchor. Dem neu ernannten Ehrendirigenten gratulierten sein Nachfolger Konrad Dippel, Vizevorsitzender Gerhard Veigl, Bürgermeisterin Carmen Pepiuk (von links) sowie Sängergruppenvorsitzender Siegmar Bräutigam und Vereinsvorsitzender Konrad Bauer (von rechts). Bild: bjp
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Trabitz
04.03.2016
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"Singen im Chor ist ein Seelenwellnessangebot für Musikfreunde aller Generationen." Die Begeisterung für den Chorgesang und sein neues Amt war Konrad Dippel bei der Hauptversammlung des Männergesangvereins Trabitz anzumerken.

Seit einem Jahr schwingt der Schmierhofer den Dirigentenstab für die Sangesbrüder aus Trabitz und Neustadt am Kulm. Und nur eins trübte seine Freude: Die erhoffte Verjüngung des Chors wollte sich im letzten Jahr nicht einstellen.

Immerhin, so Dippel, gewährleiste die 2008 begründete Chorgemeinschaft mit den "Kulmianern", dass es kontinuierlich auf hohem Niveau weitergehe. Denn gefragt und geachtet seien die Sänger von Kulm und Haidenaab nach wie vor, wie die Liste der Auftritte im vergangenen Jahr belege. Beispielhaft nannten der Chorleiter sowie der Vereinsvorsitzende Konrad Bauer den Gedenkakt zum 70. Jahrestag der Bombardierung Neustadts am Kulm, das Maisingen in Trabitz, den Gemeindeabend in Zessau und das Weihnachtssingen in der Kulmstadt. Zu hören sei die Chorallianz obendrein auf der im Dezember veröffentlichten CD der evangelischen Gemeinde Neustadt "Lobt froh den Herrn", an der sich alle Musikgruppen und musikalischen Vereinigungen der Stadt beteiligt hätten.

"Goldrichtige Idee"


In besonders guter Erinnerung sei der Zessauer Auftritt geblieben, erinnerte sich Dippel: "Das Publikum hat sehr aufmerksam zugehört, und diese Aufmerksamkeit ist es, von der ein Chor lebt." Bürgermeisterin Carmen Pepiuk ergänzte, dass es eine goldrichtige Idee gewesen sei, die Besucher zum Mitsingen zu ermuntern: "Man hat gemerkt, wie gut das ankam." Nicht so glücklich zeigte sich Konrad Dippel über das Maisingen in der Trabitzer Alten Säge, wo fortwährendes Schwatzen die Liedvorträge unwillkommen "untermalt" habe: "Es ist frustrierend, gegen 'plaudernde Tische' ansingen zu müssen."

Dennoch werde der Chor auch heuer an der Tradition des Trabitzer Maibaumsingens festhalten, kündigten Dippel und Bauer an. Ebenfalls vorgemerkt sei das Neustädter Weihnachtssingen. Künstlerischen Ehrgeiz dürfe man sich leisten, zumal sich die Probendisziplin sehen lassen könne: Von den 16 Trabitzer Aktiven, deren Zahl ebenso wie die Gesamtmitgliederzahl von 39 gleich geblieben sei, hätten durchschnittlich 77 Prozent an den Singstunden teilgenommen, bilanzierte Bauer. Damit "die Geselligkeit nicht zu kurz kam", hätten die Sänger auch einen Ausflug nach Bamberg unternommen und sich zu einem Grillabend getroffen.

Mut machte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk den Sangesfreunden: "Aus eigener Erfahrung weiß ich, welch eine Wohltat das Singen für die Seele ist", verriet sie und dankte dem Männerchor, der die Gemeinde würdig vertrete und viele Veranstaltungen bereichere. Den Modellcharakter der Zusammenarbeit zwischen Neustadt am Kulm und Trabitz lobte einmal mehr der Leiter der aus elf nordoberpfälzischen und oberfränkischen Gesangvereinen bestehenden "Sängergruppe Max Reger" im Fränkischen Sängerbund, Siegmar Bräutigam. Mit der Kooperation von Liedertafel Kemnath und Sängerbund Immenreuth bestünden nun bereits drei derartige Chorverbindungen nach Trabitz/Neustadt und Pullenreuth/Lochau.

Singen in Brand


Für dieses Jahr erwägt die Sängergruppe laut Bräutigam eine Mitwirkung an den Max-Reger-Feierlichkeiten in Brand, für Frühjahr 2017 ein Gruppenkonzert in Kemnath.

Vor Auflösung bewahrt"Was habe ich denn schon Großes getan?" Um seine 41 Jahre "Stabführung" beim Männergesangverein mochte Josef Sloot kein Aufhebens machen. Doch Vorsitzender Konrad Bauer sah für die Ernennung "unseres Jupp" zum Ehrendirigenten drei überzeugende Gründe: "Du hast deine Pflicht getan - und du hast mit uns auch manchmal leiden müssen." Vor allem aber habe Sloot durch seine Aufbauarbeit an einem Chor, der in den frühen 1970er Jahren vor der Auflösung gestanden habe, dessen Fortbestand gesichert.

Auf ein Benefizkonzert am 20. März in der Pfarrkirche Nagel wies Sängergruppenvorsitzender Siegmar Bräutigam hin. Das Passionssingen, das der Männergesangverein Max Reger aus Brand und mehrere Instrumentalsolisten gestalteten, beginne um 16 Uhr, der Erlös sei für notleidende Kinder im südafrikanischen Kokstad bestimmt. (bjp)
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