Preißachs Bürgermeisterin Carmen Pepiuk lobt bei der Bürgerversammlung das Engagement der Bürger

Das unvermindert tragfähige "Wir-Gefühl" in Gemeinde, Ortsteilen und Vereinen lobte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bei der Bürgerversammlung. Bild: bjp
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Trabitz
11.12.2015
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Viele Gründe gebe es, den Trabitzer Bürgern für ihr Engagement zu danken: Dies betonte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk bei der Bürgerversammlung. Beispielhaft nannte sie den Arbeitskreis "Neugestaltung Zessauer Dorfplatz" und alle anderen Zessauer, die zur Verschönung der Ortsmitte beisteuerten.

Preißach/Trabitz. Auch für die Renovierung des Burkhardsreuther Jugendheims durch Landjugend und Frauenbund fand Pepiuk anerkennende Worte. An den Aufwendungen in Höhe von rund 5000 Euro beteiligten sich außer den beiden Gruppen auch die politische und die Pfarrgemeinde sowie die KAB. Ein Gemeinschaftswerk, an dem mehrere Vereine und die Familie Bauer mitgewirkt hätten, sei ebenfalls die Instandsetzung des gemeindlichen Toilettenwagens. Die Materialkosten von 5000 Euro habe die Gemeinde übernommen. Künftig würden für die Nutzung des Wagens 50 Euro Kaution erbeten. Bei dessen Rückgabe "in einwandfreiem Zustand" werde diese Summe erstattet. Dank der vereinten Kreativität vieler Gruppen sei der Gemeindeabend als "wunderbar kurzweilige" Veranstaltung in guter Erinnerung geblieben. Ähnliches gelte für das Ferienprogramm. Pepiuk hoffte, dass sich auch die Seniorengemeinschaft "Hand in Hand", zu deren stellvertretendem Vorsitzenden Altbürgermeister Dieter Klein berufen wurde, zum Erfolgsmodell gelebter Solidarität entwickeln werde. Nicht unerwähnt ließ Pepiuk die Pflege der Ortschaften und Spielplätze durch engagierte Bürger und das vielseitige Veranstaltungsprogramm der Vereine.

Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht und seinem Landtagskollegen Tobias Reiß dankte sie für deren Rückendeckung. An weiteren Ereignissen erwähnte Pepiuk noch die Renovierung des Gefallenenehrenmals in Burkhardsreuth, den von den drei Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Pressath organisierten "Tag der Städtebauförderung" und den Erwerb eines "neuen gebrauchten" Fendt-Schneeräumfahrzeugs. Beschafft habe man das neue Fahrzeug über das Trabitzer Lagerhaus: "So haben wir auch die örtliche Wirtschaft unterstützt."

Für die nahe Zukunft plane die Gemeinde außer der Fortführung der Arbeiten am Heindlhof die Oberbauverstärkung der Straße Drahthammer-Grünbach, die voraussichtlich ab Frühjahr 2017 realisiert werden könne. Schon im kommenden Jahr solle der "Pichlberger Weg" zwischen Burkhardsreuth und Hub hergerichtet werden. Für den Kindergarten, wo nach dem Ergebnis des diesjährigen "Energiecoachings" eine energetische Sanierung not täte, werde sich die Gemeinde um einen Zuschuss aus dem bayerischen Kommunal-Investitionsprogramm bemühen: "Es ist hier eine bis zu 90-prozentige Förderung möglich." Finanziell ist die Gemeinde laut Pepiuk weiterhin auf einem guten Weg. So sei die Pro-Kopf-Verschuldung auf 305,54 Euro gesunken. (Hintergrund)

Lerneifrige SyrerMit 1288 Erst- und 77 Zweitwohnsitzinhabern habe die Trabitzer Bevölkerung nicht ganz ihr Vorjahresniveau gehalten, informierte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. 10 Geburten (Vorjahr: 11) stünden 13 (Vorjahr: 12) Todesfälle gegenüber. Um drei syrische "Neubürger" sei die Gemeindebevölkerung im November gewachsen: "Es handelt sich um unbegleitete minderjährige Burschen, zwei 16-Jährige und einen 17-Jährigen." Untergebracht sind sie mit einem 16-jährigen Deutschen in einer ungenutzten Wohnung im Gemeindehaus.

"Einer der drei Jugendlichen besuchte in Syrien ein Gymnasium und erlernt zurzeit mit einem Mitbewohner an einer Schule die deutsche Sprache. Der dritte spricht schon fließend Deutsch und besucht bereits die Wirtschaftsschule." Die Betreuung habe der Zessauer Verein VEZ (Stephan Müller) im Auftrag des Landkreises übernommen. Die Syrer wären daran interessiert, Praktika zu absolvieren: "Sollte jemand von Ihnen einen Praktikumsplatz, vorzugsweise im mechanisch-handwerklichen Berufsfeld, anbieten können oder von entsprechenden Stellen wissen, möge er sich bitte an Stephan Müller in Zessau wenden." (bjp)
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