Vorstandswahlen bei der Feuerwehr Zessau-Weihersberg

Ein wenig Überzeugungsarbeit war nötig, doch schließlich fanden sich Tobias Eck und Markus Dötsch (vorn von rechts) bereit, die Feuerwehr Zessau-Weihersberg in den nächsten drei Jahren mit einem kompletten Führungsteam zu leiten. Bild: bjp
Vermischtes
Trabitz
12.01.2016
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Flott wie die Feuerwehr vollzog sich Tobias Ecks Aufstieg bei der Generalversammlung der Zessau-Weihersberger "Floriane": Kaum eine Stunde nach dem Handschlag zur Aufnahme kürten die Mitglieder den frischgebackenen "Spritzenmeister" zum Vorsitzenden.

Zessau. Ihm zur Seite steht Markus Dötsch. Vorausgegangen war eine Zitterpartie: Zu Beginn der Versammlung im Gasthaus Lober standen keine Nachfolgekandidaten für Vorsitzenden Robert Reindl und dessen schon im März 2015 aus privaten Gründen ausgeschiedene Stellvertreterin Silke Reindl fest. Es brauchte eine Portion Überzeugungsarbeit durch Robert Reindl, Kommandant Markus Eichermüller, Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und Kreisbrandmeister Jürgen Haider, um dies zu ändern. "Tobias und Markus gehen mit löblichem Beispiel voran", freute sich die Gemeindechefin und appellierte an die Mitglieder, den beiden nach Kräften den Rücken zu stärken.

Robert Reindl, der 31 Jahre lang als Adjutant, Kommandant, Festausschussmitglied, Vizevorsitzender und seit 2010 Vorsitzender in der Verantwortung gestanden hatte, schloss sich an und rief die Basis auf, sich stärker einzubringen: "Leider hat sich in den letzten Jahren ein Gutteil der Mitglieder immer mehr zurückgezogen, selbst bei Veranstaltungsbesuchen, Fest- und Kirchenzügen hätten wir vom Vorstand uns oft mehr Teilnehmer gewünscht." Pepiuk zweifelte gleichwohl nicht am guten Geist in der Feuerwehr, der sich in der großen Zahl langjähriger treuer Mitstreiter, den Neuaufnahmen und der Zuverlässigkeit bei Ausbildung und Einsätzen manifestiere.

Fünf Einsätze


Fünfmal habe der mit 26 männlichen und 4 weiblichen Aktiven sowie je einer weiblichen und männlichen Nachwuchskraft zweitgrößte Löschzug der Gemeinde im letzten Jahr ausrücken müssen, berichtete Kommandant Eichermüller. Am 21. Februar sei die Wehr zur Rettung eines in einem Weiher festgefrorenen Schwans gerufen worden: "Aber als wir ankamen, hatte sich das Tier selbst befreit." Weitere "Ortstermine" betrafen die Beseitigung einer Ölspur zwischen Gänsmühle und Zessau, die Sicherung und Reinigung sowie die Verkehrslenkung bei Unfällen.

Als harmlos habe sich ein vermeintliches Feuer in einem Pressather Altstadthaus erwiesen: "Nachdem die Wehren aus Pressath, Eschenbach, Zintlhammer und Zessau angerückt waren, stellte sich heraus, dass Rauchwolken und Brandgeruch von einem Kaminofen herrührten." Außer den Einsätzen habe man in der Brandschutzwoche an einer Übung in Pressath teilgenommen und die traditionelle Schauübung der drei Trabitzer Feuerwehren vorbereitet.

Wertvolle Pläne


Ferner berichtete Eichermüller von der Erstellung neuer Hydrantenpläne für Zessau und Weihersberg, die auch den Nachbarwehren ausgehändigt werden sollen: "Bei der Pressather Übung haben wir gesehen, wie wertvoll solche Pläne bei Einsätzen auf fremdem Terrain sein können."

Bewährte Kräfte bestätigtBei ihrer Arbeit können die neuen Vorsitzenden der Feuerwehr Zessau-Weihersberg, Tobias Eck und Markus Dötsch, auf die Unterstützung erfahrener Vorstandskollegen bauen: Stefan Schreglmann (Kassier), Katrin Heinlein (Schriftführerin), Konrad Eichermüller und Werner Reindl (beide Kassenprüfer), Bernhard Dötsch und Bettina Heining, Robert Reindl, Jürgen Haas und Johannes Rupprecht (alle Beisitzer); Jugendbeauftragter: Michael Laugensteiner. In die aktive Wehr wurde außer Eck auch Julia Gass, in die Jugendwehr Sebastian Schraml aufgenommen. Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: 60 Jahre: Werner Schwitalla und Alexander Komm; 40 Jahre: Peter Ackermann, Konrad Eichermüller, Albert Lober (Zessau 46), Hermann Pinzer, Rudolf Pöllmann, Werner Reindl und Josef Stangl; Eichermüller, Pöllmann und Reindl stehen zudem seit 40 Jahren im aktiven Dienst. 30 Jahre: Martin Dobmeier; 20 Jahre: Stefan Haas, Siegfried Heinlein, Roland Hösl und Martin Rupprecht; 10 Jahre: Johannes Rupprecht. (bjp)
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