„Zauberer“ sind gute Gastgeber
Erfolg beim von Feuerwehr und Schützen betriebenen Zessauer Gemeinschaftshaus

Umfangreich fielen die Jahresberichte des Vorsitzenden Robert Reindl (Mitte) und von Kommandant Markus Eichermüller (links) aus. Kreisbrandmeister Jürgen Haider (rechts) lobte das Organisationstalent der Zessauer Feuerwehr bei Seminaren im Gemeinschaftshaus. Bild: bjp
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Trabitz
13.01.2016
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Ob als Ort für Seminare, Privatfeiern oder als Gastwirtschaft. Das von Feuerwehr und Schützengesellschaft Eichenlaub betriebene neue Zessauer Gemeinschaftshaus hat sich bewährt.

Zessau. Das hielt Kommandant Markus Eichermüller bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Zessau-Weihersberg (wir berichteten) fest: "Bei einer mehrtägigen Digitalfunkschulung wurde das Haus als 'sehr geeignet' für größere Schulungen gelobt. Auch die Mahlzeiten, mit denen wir uns vom üblichen Schnitzel-mit-Pommes-Standard absetzen wollten, kamen gut an."

Weil die Feuerwehr ein besonders hohes Vertrauen genieße, sähen manche Bürger in den Feuerwehrleuten quasi "Zauberer", die auch zu ungewöhnlichen Aufträgen wie dem Einfangen einer Schlange gerufen würden, merkte Kreisbrandmeister Jürgen Haider an.

Lieber einmal zu oft


Doch betonte er: "Uns ist es lieber, wir werden einmal zu oft als einmal zu selten alarmiert. Von einem Fehlalarm oder einem kuriosen Einsatz kehren wir entspannt zurück. Bedrückend wäre aber ein Personen- oder Sachschaden, den wir nicht verhindern konnten, weil man uns nicht rief."

Viele Gäste hätten die von den beiden Vereinen organisierten Veranstaltungen besucht, freute sich der scheidende Vorsitzende Robert Reindl: "Die Zusammenarbeit in unserer gemeinsamen 'Schützen/Feuerwehr GbR' klappt tadellos." Zu den Höhepunkten des Zessauer Festjahrs zählte er unter anderem den Florianstag der drei Trabitzer Feuerwehren, die Siegerehrung des Sparkassenpokalschießens und die Dorfplatzeinweihung.

Fast Privatkonzert


Lediglich zum Auftritt der Rockband "Bite the Beagle" seien gerade einmal 40 Musikfreunde gekommen: "Das war fast ein Privatkonzert." Auch von anderen Organisationen und Vereinen wie etwa den "Landfrauen" sowie für Privatfeiern werde das Gemeinschaftshaus gern gebucht, ergänzte Reindl und resümierte: "Alles in allem haben dort 20 Veranstaltungen stattgefunden."

An der regionalen "modularen Truppmannausbildung" (MTA) in Neustadt am Kulm hätten zwei Zessauer Aktive teilgenommen, ließ Kommandant Markus Eichermüller noch wissen. Derzeit sei diese neuartige Schulung freiwillig: "Aber sie soll als Grundausbildung für die Feuerwehr zur Pflicht werden." Die MTA vermittele umfassendes Wissen, unterstrich Kreisbrandmeister Jürgen Haider: "Sie ist anspruchsvoll, aber keineswegs überzogen, und immerhin steigen auch die Anforderungen und Erwartungen."

Betriebsstart verzögert


In seinem Grußwort würdigte der Kreisbrandmeister ferner die "top organisierte" Digitalfunkausbildung in Zessau. Wegen der Insolvenz einer Zulieferfirma habe sich der überfällige Betriebsstart des Digitalfunks nochmals verzögert: "Die ersten Betriebsversuche sind aber vollauf zufriedenstellend verlaufen." Um die Personenrettung bei Autounfällen zu erleichtern, empfahl Haider allen Autobesitzern, eine im Internet kostenlos herunterzuladende "Rettungskarte" ihres Fahrzeugtyps auf der Rückseite der Fahrer-Sonnenblende zu verwahren.

Termine im GasthausFür dieses Jahr sind im Zessauer Gemeinschaftshaus der Lumpenball am 30. Januar , ein Zoiglabend am 2. April , das Maibaumfest und eine Nikolausfeier am 6. Dezember vorgemerkt, zudem träfen sich die "Eichenlaub"-Schützen am 22. Januar zur Hauptversammlung.
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