Kommentar zur Schließung von Faurecia
Respekt vor Mitarbeitern

Wirtschaft
Trabitz
23.04.2016
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Schluss nach 75 Jahren. Diese Nachricht schlägt ein wie eine Bombe. Vor allem bei den 280 Mitarbeitern war die Hiobsbotschaft zum Aus der Faurecia-Niederlassung in Trabitz eine Überraschung. Noch Anfang des Jahres war die Rede von "nur" 75 Entlassungen. Mit dem endgültigen Aus Ende 2016 hat niemand gerechnet.

Dass das französische Unternehmen nicht mit offenen Karten spielte, ärgert vor allem den Betriebsrat und die IG Metall. Verständlicherweise. Hat doch der Überbringer der schlechten Nachricht, Helmut Freiermuth, zunächst nur verschlüsselt bekanntgegeben, dass der Oberpfälzer Standort komplett dicht gemacht wird. Erst auf Nachfrage teilte er mit, dass alle Bereiche des Trabitzer Unternehmens betroffen sind. Das Wort "Schließung" allerdings hat Freiermuth nicht in den Mund genommen. Und ist dann auch gleich wieder verschwunden.

75 Jahre sind eine lange Zeit: Viele der Mitarbeiter haben ihre Ausbildung bei Faurecia absolviert und viele Jahrzehnte ihres (Berufs-)Lebens dort verbracht. Mitarbeiter, die dem Automobilzulieferer jahrzehntelang die Treue gehalten haben, stehen nun vor der Frage: Wie geht es weiter?

Auch wenn sich nach Meinung der Geschäftsführer keine weiteren Investitionen in den Oberpfälzer Standort lohnen und die einzige Möglichkeit die Schließung ist, gehört dennoch eines zum Anstand einer jeden Führungskraft: Den vielen treuen Mitarbeitern, die wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben, Danke zu sagen. Das ist ein Zeichen von Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit.
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