Schließung des Faurecia-Standorts Trabitz
Betriebsrat sieht Politik in Pflicht

Wirtschaft
Trabitz
25.04.2016
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Angesichts der nahen Schließung des Faurecia-Standorts Trabitz (Kreis Neustadt/WN) setzen die Arbeitnehmer auf Nachbesserungen am Sozialplan. Betriebsratsvorsitzender Karl Boemmel strebt vor allem eine Transfergesellschaft an. Diese soll den noch 280 Beschäftigten mehr Zeit verschaffen, sich auf die Jobsuche vorzubereiten. Rund 180 der 280 Beschäftigten seien über 50 Jahre alt. "Natürlich besteht Qualifizierungsbedarf." Boemmel nimmt dabei die Politik in die Pflicht. Von den Abgeordneten der Region erwarte er sich Unterstützung.

Die Betriebsversammlung am Freitag hätte die Belegschaft ursprünglich über den Abbau von 75 Stellen informieren sollen, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausgehandelt hatten. Die Unternehmensführung überraschte dann mit der Nachricht vom Aus. Gegenüber der Geschäftsführung bleibt Boemmel deshalb bei seinen Vorwürfen: Sie habe den Standort ausbluten lassen und die Mitarbeiter hingehalten. Das Unternehmen verweist dagegen auf die schwierige wirtschaftliche Situation des Standorts. "Trotz aller Bemühungen konnten keine Folgeaufträge gewonnen werden."
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