Teufel und Tänzer aus der Tiefsee
Weiberfasching im Seehotel ein Besuchermagnet

Die Damengymnastikgruppe bekam für ihr Singspiel viel Applaus. Bild: bnr
Freizeit
Trausnitz
09.02.2016
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Beim Weiberfasching im "Seehotel" hat sich das Faschingsvirus gezeigt: Es ist weiblich, toll maskiert und Mitglied beim Frauenbund oder der Damengymnastikgruppe. Sicher ist auch, dass es vor guter Laune nur so sprüht.

"Wir lassen es kracha, wie jedes Jahr": Ganz in Bruder-Barnabas-Manier begrüßte Pater Heike die Faschingsfreunde, die sich wieder fantasievoll maskiert hatten. Was sich da alles auf der Tanzfläche tummelte, würde jeder Prunksitzung zur Ehre gereichen. Aus der Tiefsee kamen die gefährlichen Quallen der Hohen Straße angeschwommen und suchten mit ihren Tentakeln nach lohnenden Opfern. Leider war kein fetter Hecht unter den nur weiblichen Gästen.

Bezaubernd schön waren dagegen die anmutigen Göttinnen anzusehen, die sich vom heiligen Hügel von Saltendorf in die Niederungen des "Seehotels" begeben hatten, um ausgelassen das Tanzbein zu schwingen. Dort trafen sie die süßesten Teufelchen von Weihern und Stein. Berührungsängste gab es anscheinend keine, da sich oft Göttin und Teufel gemeinsam unter die Tanzenden mischten. Der absolute Frauenschwarm auf dieser Fete war Musikant Thomas. Je nach Belieben ließ er die Frauen fliegen, schwimmen oder rudern.

Was wäre der Frauenfasching ohne die berühmt, berüchtigten Einlagen? Auch für Frauen ist die Berufswahl heute nicht so leicht. Ob Polizist, Maler, Schreiner, Ballerina oder Geistlicher, überall wird Höchstleistung verlangt. Alle diese verschiedenen Tätigkeiten in einem Ballett zu integrieren, erforderte eine Choreographie die Superklasse. Den kleinen Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit brachte das Singspiel der Damengymnastikgruppe deutlich zum Ausdruck. Auch hier blieb kein Auge trocken. Schmerzlich vermisst wurde in diesem Jahr der Showtanz der Damen, war er doch alle Jahre eine Augenweide.

Die Biber im Stausee saßen schon längst am Frühstückstisch, als die letzten Maschkerer den Ödmühlberg erklommen.
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