"Spectaculum" um die Burg Trausnitz
Leben im Ritterlager

Die Ritter im Burggraben lieferten sich spannende Duelle beim Schwertkampf.
Kultur
Trausnitz
04.09.2016
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Im Burggraben liefern sich Ritter wilde Schlachten, in der Badestube werden dann die Körper gepflegt und bei Met entspannt. In Trausnitz grassierte am Wochenende das Mittelalter-Fieber.

"Man schreibt das Jahr 1325. Im Osten dämmert es. Nebelschwaden ziehen vom Pfreimdtal über das Gefolges- und Heereslager des deutschen Kaisers Ludwigs des Bayern zur Burg und Ortschaft Trausnitz hinauf. Wir wachen. Wir sind Ludwigs Ritter." Was die Ludwigsritter versprechen, das halten sie beim "Spectaculum" auch 2016.

Die Besucher reisen durch die Zeit, sobald sie den Eingang durchschreiten. Das Gelände rund um die historische Burg ist authentische Kulisse für das Spektakel, bei dem über 400 Ritter, Damen, Spielleute, Händler, Falkner und Handwerker das Mittelalter leben. Händler bieten ihre Waren feil. Ritterausrüstungen liegen dort neben Pelzen, Holzlöffeln und feinstem Honigmet. Im Burghof treten Gruppen auf. Die "Trausnitzer Spielleute" flöten zum Tanz der "Trutscherla". Überall vergnügen sich Menschen in mittelalterlichen Gewändern, sie tanzen und klatschen. Höhepunkt ist der Auftritt der Band "Trollfaust". Sie spielen auf gewaltige und mitreißende Art auf Trommel und Dudelsack. Mit ihren Ledergewändern, der einzigartigen Choreographie und ihrer wilden Kriegsbemalung begeistern sie das Publikum. Das gesamte Wochenende über ziehen auch die Gruppen "Furunkulus", "Amici Musicae Antiquae" und "Ameno Signum" die Besucher in ihren Bann.

Lagerluft schnuppern


Im Ritterlager zeigen Handwerker ihr Können, erklären die aufwendige Herstellung von Schmuck. Hier spielt sich das Ritterleben ab. Mutige Besucher können sich im Axtwerfen versuchen, Kinder mit der Armbrust schießen. Die Lagergruppen grillen über offenem Feuer, trinken Met aus Tonbechern und vertreiben sich die Zeit bei mittelalterlichen Spielen. Der Burggraben ist Schauplatz von spektakulären Kämpfen, die "Schwertbrecher" und die "Ludwigsritter" zeigen die harte Seite des Mittelalters und führen ihr Können an Schwert und Axt vor. In der Badestube dagegen geht es ruhiger zu: Hier erholen sich müde Ritter von anstrengenden Kämpfen, feine Damen pflegen sich auf Mittelalter-Art. Das Wasser wird über dem offenen Feuer erhitzt, gebadet wird im Holzzuber.

In den vielen kleinen Holzhütten bieten die Vereine Köstlichkeiten an. Hier gibt es Grober-Söldner-Bratwurst, Feuertopf aus dem Dreibeinkessel, Fisch und Wild. In der Ritterschänke kann man Metbier, Himbeermet und Wein probieren.

Am Abend wird es mystisch um die Burg. Die Ritter ziehen mit Fackeln umher, begleitet von zwei Wachen zeigt sich auch der König. Die Tännesberger Fanfarengruppe spielt vorm Eingang zum Burghof, die Feuerspucker zeigen eine heiße Show in der Weinlaube. Weit nach Mitternacht schließt der Nachtwächter die Tore und das Mittelalter wird wieder eine längst vergangene Epoche.
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