Dorferneuerung läuft nach Plan

Ein aufwendiger Abschnitt im Dorferneuerungsverfahren ist die Sanierung der Stützmauer in der unteren Kurve. Der Gemeinderat machte sich ein Bild vom Baufortschritt. Bild: bnr
Lokales
Trausnitz
20.07.2015
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Die Arbeiten im Dorferneuerungsverfahren in der Gemeinde liegen im vorgesehenen Zeit- und Kostenplan. Dieser wurde teilweise sogar unterschritten. Der Gemeinderat überzeugte sich vom derzeitigen Stand.

Im Bereich zwischen Burg und "Das Landhaus" Pröls sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass sich der Betrachter ein Bild davon machen kann, welche große Aufwertung die Gemeinde durch das Dorferneuerungsverfahren erfährt. Die ausführende Baufirma Schieder hat die Erwartungen der Räte bestens erfüllt.

Jetzt werden die Arbeiten in der Friedrichstraße fortgeführt. Ein Schwerpunkt dabei ist die Sanierung der Stützmauer in der unteren Kurve. Das bestehende Granitmauerwerk wurde gereinigt und neu verfugt. Zur Erhöhung der Stabilität wird das Mauerwerk mit einem Kopfbalken aus Beton verstärkt und mit einem Geländer gesichert. Beim Geländer haben sich die Räte für eine Stahlkonstruktion mit vertikaler Sprossenteilung entschieden.

Während der Planungsphase wurde ein hoher Anfall von kontaminierten Erdaushub prognostiziert. Trotz genauer Überwachung sind bisher nur geringe Mengen angefallen. Dieser Umstand hilft der Gemeinde, Kosten zu sparen. In seinen Informationen nützte Bürgermeister Martin Schwander die Gelegenheit, den Mitarbeitern im gemeindlichen Bauhof zu danken. Trotz Mehrbelastung durch die laufenden Baumaßnahmen hätten sie super gearbeitet und alle anfallenden Aufgaben erledigt. "Diese Leistung findet große Anerkennung", lobte Bürgermeister Schwandner.

Dank zollte der Bürgermeister auch dem gebürtigen Trausnitzer Erich Jäckel, der jetzt in Wernberg wohnt, für sein Geschenk an die Gemeinde. In den zurückliegenden Jahrzehnten hat der Hobbyfotograf umfangreiches Bildmaterial von Trausnitz gesammelt, das er nun der Gemeinde zur Verfügung stellt.

Vier neue Bauparzellen

Nicht zufrieden war der Bürgermeister dagegen mit dem Verhalten einiger Gemeindebürger, die vermehrt Unrat und Grüngut auf Gemeindegrund ablagern. Die Gemeinde weist noch einmal darauf in, das Grüngut im Grüngutcontainer am Bauhof jeden Samstag von 15 bis 16 Uhr entsorgt werden kann. Der Wertstoffhof ist jeden Samstag von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Die Kommune möchte mit der Änderung des Flächennutzungsplanes in Söllitz die Grundlage für eine Ortsabrundung schaffen mit dem Ziel, vier neue Bauparzellen auszuweisen. Gegenüber dem Erschließungsgebiet wurde 2014 ein Milchviehstall errichtet.

In seiner Stellungsnahme weist der Bayerische Bauernverband darauf hin, dass davon Geruchs- und Lärmemissionen ausgehen können, die im Falle einer Wohnbebauung zu dulden wären. Die Gemeinde will dem mit der Ausweisung als "Mischgebiet Dorf" Rechnung tragen. Der Rat ist der Ansicht, das sich die Betroffenen mit gutem Willen arrangieren können, zumal eine räumliche Trennung vorhanden ist und Beeinträchtigungen nur in der Erntezeit auftreten.
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