Im Leben "Ja" zu Gott sagen

Die Lichterprozession am Samstag Abend ist ein Höhepunkt in der Liturgie des Skapulierfestes. Bilder: bnr (2)
Lokales
Trausnitz
21.07.2015
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Die Verehrung der Gottesmutter ist auch in der heutigen Zeit modern. Ein Beleg dafür ist das Skapulierfest der Pfarrei Trausnitz.

Trotz der vielen Feste, die in diesen Tagen landauf und landab gefeiert werden, zogen viele Gläubige aus nah und fern die tiefe innere Freude, die dieses Fest ausstrahlt, anderen Feierlichkeiten vor. Das Hauptfest der Bruderschaft "Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel" und der Marianischen Männerkongregation ist seit annähernd 300 Jahren fester Bestandteil der Pfreimdtal-Gemeinde. Die Bedeutung für die Bevölkerung wird auch daran ersichtlich, dass viele Leute besondere persönliche Ereignisse in die Zeit vor oder nach dem Skapulierfest datieren.

Mit einer Marienfeier mit Predigt begannen die kirchlichen Feierlichkeiten am Samstag Abend. Die Marienpredigt hielt Pfarrer Johannes Kiefmann, ein gebürtiger Oberviechtacher, der nun in der Pfarrei Schlicht wirkt. "Das mutige Bekenntnis von Maria im Magnifikat soll auch für den heutigen Menschen Ansporn sein, sich zu Gott zu bekennen", ermutigte der Prediger die Gläubigen. "Maria ist Wegbegleiterin für alle Pilger durch die Zeit und die Welt".

Zug durch den Ort

Die anschließende Lichterprozession durch den festlich geschmückten Ort setzte einen Glanzpunkt in der Liturgie. In den Reihen der Prozessionsteilnehmer waren Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier, stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl und Bürgermeister Richard Tischler aus Pfreimd mit seinem Stadtrat zu finden. Auch eine Pilgergruppe aus den Pfarreien Moosbach und Tännesberg trug wieder ihre Anliegen zur Gottesmutter nach Trausnitz.

An der Prozession beteiligten sich überraschend viele junge Leute, die diese Tradition in Trausnitz weitertragen sollen. Im Jahr 2017 steht das 200. Skapulierfest in Trausnitz an, das bereits jetzt seine Schatten voraus wirft. Den Höhepunkt des Skapulierfestes bildete der Festgottesdienst mit eucharistischer Prozession. Das besondere Gebetsgedenken galt den verstorbenen Mitgliedern der Bruderschaft. Mit mächtiger Stimme verkündigte Lothar Kittelberger, ehemals Pfarrer in Oberviechtach, das Wort Gottes. Dazu benützte er eigens die Kanzel in der Pfarrkirche. "Das ganze Leben Mariens war ein großes 'Ja' zu Gott. Dieses 'Ja' sollen alle Gläubigen auch in ihrem Leben nachahmen", ermutigte der Prediger zu einem gottgefälligen Leben.

Der Festgottesdienst fand am Kirchenvorplatz seinen feierlichen Abschluss. Die musikalische Gestaltung der Feierlichkeiten lag wieder in den Händen des Kirchenchores unter der Leitung von Antonia Kalb und der Blaskapelle "Bayrisch Blech". Pfarrer Hans Spitzhirn dankte allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Besonders stellte er die Straßenanlieger heraus, die für den festlichen Schmuck des Prozessionsweges gesorgt hatten.
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