Kehrtwende beim Windrad

Auf dem freien Feld zwischen Preppach und Söllitz plant ein Investor den Bau eines Windrades. Der Gemeinderat will diese Fläche aber jetzt aus der Planung streichen. Bild: bnr
Lokales
Trausnitz
13.09.2015
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Der Umgang mit dem Thema Windkraft hat sich im Gemeinderat grundlegend geändert: Einstimmig hob er einen Beschluss aus dem Jahr 2012 auf, der ein Grundstück zwischen Söllitz und Preppach als Konzentrationszone für Windkraftanlagen vorsah.

Der Gemeinderat folgte vor drei Jahren dem Beispiel vieler Kommunen, mögliche Flächen für Windkraftanlagen an die Gemeindegrenzen zu verlegen, ohne dabei die Beeinträchtigung der Nachbarn zu berücksichtigen. Der finanzielle Anreiz für die Gemeinde und private Investoren war zu verlockend. Nach dem vorliegenden Windatlas kam für Trausnitz ein Grundstück zwischen Söllitz und der Ortschaft Preppach, das in der Gemeinde Leuchtenberg liegt, in Frage.

Es trägt den bezeichnenden Namen "Himmelstür" und wurde als möglicher Standort für ein Windrad beschlossen. Erst der geballte Protest der Gemeinde Gleiritsch gegen den Windpark Pamsendorf brachte ein Umdenken. Die Situation ist zwar nicht direkt vergleichbar, doch ergeben sich einige Parallelen. Bereits jetzt stehen zwei neue Windräder im Windpark Deindorf, die sich allerdings im "Rücken" der Ortschaft Preppach befinden und versteckt hinter einem Hang nicht einsehbar sind. Das dritte Windrad, in der Gemeinde Trausnitz gelegen, würde dagegen voll im Sichtkorridor von Preppach und Söllitz liegen. Der Abstand zu beiden Orten beträgt rund 800 Meter und entspricht nicht der 10-H-Regelung.

Einstimmiger Beschluss

"Wir können nicht gegen die Planung in Pamsendorf stimmen und selbst dem Nachbarn ein Windrad vor die Nase setzen", brachte es Gemeinderat Hans Müller auf den Punkt. Diese Meinung setzte sich auch im Gemeinderat durch. Einstimmig wurde der Beschluss aus dem Jahr 2012 aufgehoben.

Im zweiten Abschnitt des Dorferneuerungsverfahrens beschloss das Gremium eine Planungsänderung im Bereich der Hofmark. Bisher sah die Planung eine rechtwinkelige Anbindung der Auffahrt zum Friedhof und Pfarrhaus vor. Gerade für die Winterzeit äußerten Anlieger Bedenken, da die neue Auffahrt ziemlich steil wird. Eine schrägere Straßenführung mit erweiterter Trompete soll diesen Bereich nun leichter befahrbar machen.

Im Baugebiet "In der Lohe" wurden die Vorschläge des Gemeinderates in die Planung eingearbeitet. Als nächster Schritt wird die Erschließungsstraße abgesteckt. An Bürgermeister Martin Schwandner wurden Klagen herangetragen, dass die Bereiche Kirche und Hofmark vermehrt mit Hundekot verdreckt sind. Die Gemeinde weist darauf hin, dass Hundekot auf öffentlichen Grund generell vom Hundehalter zu entfernen ist.

Appell an die Bürger

Auch verwechseln einige Bürger die Kläranlage mit einer Mülltonne. Ohne Bedenken entsorgen sie Restmüll in die Kanalisation. Das Ergebnis sind verstopfte und kaputte Pumpen. Besonders häufig führen Hygieneartikel zu den Störungen. Die Gemeinde appelliert an die Einsicht der Bürger, solche Schäden künftig zu vermeiden.
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