Neuer Glanz für alten Brunnen

Versteckt unter Brennnessel und Stauden wurde der ehemalige Brunnen aus dem Burghof völlig unbeschädigt gefunden. In der Burggasse soll er nun einen neuen Standort erhalten.
Lokales
Trausnitz
16.06.2015
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Über den Sanierungsbedarf der Gemeindestraßen in Bierlhof und Atzenhof und den Baufortschritt im Dorferneuerungsverfahren informierte sich der Gemeinderat bei einem Ortstermin. In der Burggasse zeichnet sich eine überraschende Wende ab, die zu einer Bereicherung werden könnte.

Bei den Bauarbeiten in der Burggasse stießen die Arbeiter auf die Reste eines Brunnens, der nicht mehr in Betrieb und mit Erdreich abgedeckt war. Er wird mit einer Quelle gespeist, die eine kräftige Schüttung hat und über ein Rohrsystem in die Pfreimd abgeleitet wird. Diese Stelle, unterhalb des "Landhaus" Pröls, ist geradezu prädestiniert für den Standort eines Brunnens. Jetzt kam dem Gemeinderat der Zufall zur Hilfe. Zweiter Bürgermeister Josef Prechtl erinnerte sich daran, dass bis in die 60er Jahre ein Granitbrunnen im Burghof stand, der zu dieser Zeit abgebaut worden ist. Den Brunnen hat der damalige Schulleiter Richard Dietl in Sicherheit gebracht und auf seinem Grundstück vor der Zerstörung bewahrt. Dieser Brunnen müsste noch vorhanden sein, so die Überlegung der Räte.

Aus dem Jahr 1768

Es blieb nichts anderes übrig, als sich auf die Suche zu machen. Die Gemeinderäte scheuten dabei keine Mühen. Und tatsächlich, versteckt unter Brennnessel und meterhohem Stauden fanden die Räte das "gute Stück". Leicht mit Moos überzogen, aber sonst noch völlig unbeschädigt hielt der Brunnen seinen "Dornröschenschlaf". Die Jahreszahl 1768 im Brunnen deutet darauf hin, das der damalige Besitzer der Burg Trausnitz, Freiherr Karg-Bebenburg, den Brunnen errichten ließ. Näheres muss erst noch untersucht werden. Jetzt geht es darum, mit den Erben von Lehrer Dietl eine Einigung zu finden, dann kommt der Brunnen wieder zu neuen Ehren.

In der Friedrichstraße macht die Stützmauer gute Fortschritte. In der jetzigen Bauphase wird das beachtliche Ausmaß der Mauer deutlich sichtbar. Durch die gefällige Verblendung fügt sich die Mauer aber gut in das Ortsbild ein. Die Straßenbeleuchtung in der Friedrichstraße wird durch die Bayernwerk AG errichtet. Die Gemeindeverbindungsstraße vom Stausee nach Bierlhof und weiter zur Staatsstraße 2157 weist an einigen Stellen große Schlaglöcher auf. Besonders gravierend sind diese im Bereich zur Einmündung in die Staatsstraße. Der Bauhof soll diese Löcher vorerst provisorisch verschließen. Im Zuge des Neubaues der Staatsstraße wird dann auch die Einmündung erneuert.

Auftrag für Erschließung

Zur Erschließung "In der Lohe" in Trausnitz wurde das Ingenieurbüro König aus Weiden mit der Planung beauftragt. Im Zuge der Maßnahme wird die Straße im Bereich Ringstraße und Amselweg voll ausgebaut. Außerdem werden die Wasserleitung und die Kanalisation errichtet. In der Kläranlage in Trausnitz stehen 400 Kubikmeter Klärschlamm zur Entsorgung an. Der Gemeinderat hat sich für eine Nassschlammausbringung entschieden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 8000 Euro.
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