Schule bleibt vorläufig erhalten

Jungen Familien den Wohnort Trausnitz schmackhaft zu machen, sieht die Gemeinde als wichtigen Punkt der Zukunftsvorsorge. Zehn preiswerte Baugrundstücke in der neuen Siedlung sollen dazu beitragen, dass wieder mehr junge Leute Gefallen am Leben in einem Dorf finden. Bild: bnr
Lokales
Trausnitz
19.04.2015
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Die gute Nachricht kam zu Beginn der Gemeinderatssitzung: Das Kultusministerium und das Staatliche Schulamt haben den Fortbestand der Grundschule für 2016 zugesichert - obwohl die Mindestschülerzahl nicht erreicht ist.

Die Gemeinde kann zumindest kurzfristig den Standortvorteil Grundschule nutzen. Deren Zukunft hängt immer an der Mindestzahl von 26 Schülern. Nächstes Jahr wird diese Zahl nicht mehr erreicht, trotzdem wurde von den Behörden der Fortbestand zugesagt.

Mit großer Erleichterung nahm der Gemeinderat diese Nachricht auf. Junge Familien in der Gemeinde zu halten und neuen Familien das Wohnen in Trausnitz schmackhaft zu machen, steht auf der Agenda ganz oben. Ein Baustein dazu ist das Angebot von preiswertem Baugrund. Der Kommune ist es gelungen, ein Grundstück in der neuen Siedlung zu kaufen, das den Bau von zehn Eigenheimen ermöglicht. Die Grundstücke sind mit einem Bauzwang von fünf Jahren belegt und werden mit einem Preis von 40 Euro je Quadratmeter gehandelt. Für Familien mit Kindern gibt es Sonderkonditionen.

Finanzieller Kraftakt

Für die Gemeinde bedeutet dies einen finanziellen Kraftakt, der nur schwer zu stemmen ist. Die Gewährung einer Stabilisierungshilfe wäre zum jetzigen Zeitpunkt "das Zuckerl, das die Gemeinde braucht", wie es dritter Bürgermeister Reinhard Jäckl ausdrückte. Voraussetzung ist, dass die Gemeinde auch weiterhin am laufenden Konsolidierungskonzept festhält. Dies wurde durch einen einstimmigen Beschluss festgelegt.

Zur Steigerung der Attraktivität der Gemeinde soll ein Dorfladen beitragen. Die ersten Informationen dazu lieferte eine Bürgerversammlung. Mittlerweile haben sich 20 Interessenten gemeldet, die in der Projektgruppe "Dorfladen" mitarbeiten wollen. Die Gemeinde steht voll hinter dem Projekt. Zur Steigerung der Lebensqualität soll auch die Gründung einer Nachbarschaftshilfe beitragen. Auch hier haben sich 20 Personen gemeldet, die gerne mitmachen würden. Am 30. April wird dazu eine Gründungsversammlung im Sitzungssaal der Gemeinde stattfinden.

Die Anliegen der Senioren finden künftig bei der Seniorenbeauftragten ein Sprachrohr. Angelika Schneider hat sich bereit erklärt, diese Aufgabe mit Leben zu füllen. Die Zusammenarbeit mit der Nachbarschaftshilfe sieht sie als ein wichtiges Standbein, bedürftige Senioren wirksam zu unterstützen.

Nur einseitig parken

Dem Gemeinderat lag außerdem ein Angebot der Bayernwerk AG vor, die Straßenbeleuchtung auf LED umzurüsten. Die Kosten für diese Energiesparmaßnahme belaufen sich auf 56 000 Euro. Die Amortisationszeit beträgt fünf Jahre. Dem Angebot wurde zugestimmt. Das Gremium befasste sich auch mit einer Beschwerde der Entsorgungsfirma Lober, die mit ihren schweren Entsorgungsfahrzeugen nicht durch die Hohe Straße fahren könne, da diese ständig beidseitig zugeparkt sei. Bürgermeister Martin Schwandner appellierte an die Anwohner, nur einseitig zu parken. Sollte keine Änderung eintreten, sieht sich die Gemeinde gezwungen, ein Parkverbot auszusprechen.
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