Sehnsüchtiges Warten

Die "Burgschützen Trausnitz" setzen auch in den kommenden Jahren auf eine bewährte Mannschaft. Schützenmeister Martin Wolf (stehend, links) und sein Stellvertreter Georg Klug (Zweiter von rechts) werden von einer motiverten Führungsriege unterstützt. Bild: bnr
Lokales
Trausnitz
19.03.2015
60
0

In der Jahreshauptversammlung der Trausnitzer Burgschützen war die Stimmung zweigeteilt. Zum einen herrschte Freude über den sportlichen Aufschwung und die neuerlichen Erfolge. In Sachen Schießstättenbau herrscht allerdings noch immer das Prinzip Hoffnung.

Noch fehlt die Baugenehmigung der Regierung, um anfangen zu können. Ohne eigne Schießstätte ist der Schützenverein zum Scheitern verurteilt. Diese leidvolle Erfahrung musste der Verein in den zurückliegenden Jahren machen, seit der ursprüngliche Schießstand gekündigt worden ist. Die Trainingseinheiten werden kürzer und die Beteiligung immer geringer. Jugendliche sind fast gar nicht mehr zu gewinnen.

In dieser leidvollen Zeit ist es wichtig, gute Freunde an seiner Seite zu wissen. Diese Freunde fanden sich in den Eichelbachschützen aus Weihern. Selbstlos stellten sie den Trausnitzer Nachbarn ihre Schießstätte zur Verfügung und so konnte wieder ein einigermaßen geordneter Schießbetrieb aufgenommen werden. Besonders das 100-jährige Vereinsjubiläum, das letztes Jahr gefeiert werden konnte, brachte neuen Schwung in die Mitglieder.

Im vergangenen Jahr schickte der Verein zwei Gewehrmannschaften und eine Pistolenmannschaft in den Rundenwettkampf. Besonders freute sich Schützenmeister Martin Wolf über eine Jugendmannschaft, die aktiv an den Wettkämpfen teilnimmt.

Bürgschaft von 50 000 Euro

Wie wichtig der Schützenverein für Trausnitz ist, zeigt sich auch am Engagement der gesamten Bevölkerung, die sich durch finanzielle Zuwendungen oder durch Hand- und Spanndienste am Bau des Schützenheimes bisher beteiligt haben. Für die Gemeinde gilt: "Die Burgschützen sind Trausnitz." Auch für Bürgermeister Martin Schwandner steht die Wichtigkeit des Schützenvereins außer Frage. Zur Absicherung der Finanzierung hat die Gemeinde eine Bürgschaft von 50 000 Euro übernommen. "Der Schützenverein kann keine Sonderbehandlung durch die Gemeinde erwarten. Eine mögliche Förderung wird sich in der Höhe an den Zuschüssen an andere Vereine orientieren, die sich in ähnlicher Situation befanden", betonte das Gemeindeoberhaupt.

Zum jetzigen Zeitpunkt wartet der Verein sehnsüchtig auf die Baugenehmigung durch die Regierung der Oberpfalz. Der Verein hofft, dass diese noch in der ersten Jahreshälfte erteilt wird. Mit positivem Bescheid beginnen auch die Bauarbeiten, die Schützen sind bereit.

Die Jahreshauptversammlung war mit Neuwahlen verbunden. Diese gingen reibungslos über die Bühne. Als Schützenmeister wurde Martin Wolf in seinem Amt bestätigt. Als Stellvertreter steht ihm künftig Georg Klug zur Seite. Um die Kasse kümmern sich Gisela Schaller und Silvia Kraus. Das Protokollbuch führt auch weiterhin Tanja Kraus. Die Schießleitung liegt in den bewährten Händen von Armin Bauer und Peter Meier. Um die Jugend bemühen sich Franziska Wolf und Karina Schober. Kassenprüfer sind Manfred Wolf und Hans Wilke. In den Vereinsausschuss wurden gewählt: Sofia Frischholz, Ludwig Kraus, Bernhard Kraus, Ernst Zimmerer und Roland Schaller.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.