Unverzichtbar im Dorfleben

Zum 30-jährigen Gründungsfest des Frauenbundes wurden 15 Mitglieder mit der Silbernen Ehrennadel des Vereins geehrt. Eine ganz besondere Auszeichnung erhielt die langjährige Vorsitzende Monika Wolf (sitzend Mitte). Aus der Hand der stellvertretenden Diözesanvorsitzenden Luise Fischer (Dritte von rechts) bekam sie die Goldene Ehrennadel des Diözesanverbandes. Unsere Aufnahme zeigt die Jubilare zusammen mit den Ehrengästen. Bild: bnr
Lokales
Trausnitz
21.09.2015
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Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) Trausnitz feierte seinen 30. Geburtstag - und viele Gäste gratulierten dem Verein, der sich mittlerweile in der Gemeinde fest etabliert hat. Dabei wurden die Frauen vor drei Jahrzehnten manchmal sogar belächelt.

Am Beginn der Festlichkeiten stand ein Gottesdienst, den Pfarrer Hans Spitzhirn in Konzelebration mit BGR Michael Reitinger in der Pfarrkirche feierte. In seiner Predigt stellte Pfarrer Hans Spitzhirn die provokative Frage: "Hätte unsere Religion 2000 Jahre überstanden ohne die Frauen?" Die Antwort sei ein klares Nein. "Die Frauen sind es, die Jesus Christus in der Welt spürbar und erfahrbar machen", unterstrich der Prediger die große Bedeutung des Frauenbundes für die Kirche. Um diese Aussage drehten sich auch die Grußworte der Ehrengäste beim Festabend im "Landhaus" Pröls.

Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder fand sogar noch eine Steigerung: "Es gibt keine bessere und segensreichere Organisation wie den Frauenbund. Die Frauen dürfen sich nicht hinten anstellen, sondern auf ihre Gleichberechtigung in der Kirche pochen". Die Bedeutung des Frauenbundes stellte auch die stellvertretende Diözesanvorsitzende Luise Fischer heraus. In Bayern zählt der KDFB 190 000 Mitglieder. Davon sind 61 000 in der Diözese Regensburg organisiert. Grußworte überbrachten auch die Bezirksvorsitzende Rita Kleierl und Bürgermeister Martin Schwandner. In einem informativen und humorvollen Rückblick zeigte die Vorsitzende Maria Müller die stetige Aufwärtsentwicklung des Frauenbundes. Unterstützt wurde sie dabei von ihren Vorgängerinnen Maria Schwandner und Monika Wolf sowie der Schriftführerin Elisabeth Lang.

Große Begeisterung

1985, als der Frauenbund von Pfarrer Josef Schön aus der Taufe gehoben wurde, war die Begeisterung bei den Gründungsmitgliedern sehr groß, die Bevölkerung nahm es dagegen eher gelassen auf. Das bescheidene Häufchen Frauen sei anfangs sogar belächelt worden. 30 Jahre später habe sich das Blatt grundlegend geändert: Ein Kirchenzug ohne Frauenbund wäre nicht vollständig. Ohne die herrlichen Blumenteppiche zu den verschiedenen Festtagen würde in der Pfarrei vieles fehlen. Auch sonst fänden die Veranstaltungen des Frauenbundes - seien sie nun kirchlicher oder geselliger Art - immer großen Zuspruch. Heute sei der Frauenbund ein fester Bestandteil im Leben von Kirche und Gemeinde, den keiner mehr missen möchte.
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