Volle Konzentration für Trausnitz

Unkonzentriertheit bei den Gemeinderäten soll es künftig auch nach langen Sitzungen nicht mehr geben. Bürgermeister Martin Schwandner hat den Räten Schnupftabak als Stärkungsmittel verordnet. Die Dose hat er gleich mitgeliefert. Bild: bnr
Lokales
Trausnitz
07.12.2015
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Gemeinderatssitzungen erfordern ein hohes Maß an Konzentration. Damit alle Teilnehmer geistig hellwach bleiben, hat sich der Bürgermeister ein Hausmittel einfallen lassen. Und er zeigte, wie Trausnitz seine Identität stabilisieren kann.

Einen rein informativen Charakter hatte der öffentliche Teil der letzten Sitzung des Gemeinderates in diesem Jahr. Bürgermeister Martin Schwandner präsentierte verschiedene, grafische Entwürfe, wie sich die Gemeinde künftig ihr Erscheinungsbild vorstellt. Das Corporate Design, wie es in der Fachsprache heißt, soll dem öffentlichen Auftritt der Gemeinde Trausnitz und der Verwaltungsgemeinschaft ein einheitliches Bild geben.

Ein Teil davon ist das künftige Logo der Gemeinde, das modern sein soll, einen hohen Wiedererkennungswert hat und einen Bezug zur Geschichte von Trausnitz herstellt. Ein Entwurf, der die Versöhnungskapelle und den Sachsenturm als Erkennungsmerkmal beinhaltet, fand bei den Räten besonderen Zuspruch. Außerdem will die Gemeinde in einem Büchlein alle wichtigen Daten und Ereignisse zusammenfassen und veröffentlichen. Eine Gruppe von Trausnitzer Bürgern hat sich damit auseinandergesetzt, und das Ergebnis wird demnächst präsentiert.

In das Verfahren zum Ausbau der Staatsstraße 2157 von Trausnitz nach Tännesberg ist wieder Bewegung gekommen. Ab Januar laufen die Ausschreibungen für den gesamten Abschnitt. Bis zur endgültigen Fertigstellung wird das Jahr 2017 ins Land ziehen. Ausdrücklich bedankte sich der Bürgermeister bei der Feuerwehr Trausnitz und dem OWV für das Aufstellen der Christbäume am Gemeindehaus und im Burghof. Sie haben das Ortsbild positiv bereichert. Gemeinderat Reinhard Schwarz, der zugleich zweiter Kommandant der Feuerwehr Trausnitz ist, stellte Überlegungen zur Diskussion, nach denen die Feuerwehr künftig einen Mannschaftsbus benötigt. Genauere Details wurden bisher noch nicht festgelegt.

Die Sitzungen im Gemeindehaus ziehen sich oft über mehrere Stunden hin. Da ist es nicht verwunderlich, dass bei einigen Räten die Konzentration nachlässt. Bürgermeister Martin Schwandner hat deshalb seinen Räten ein bewährtes Stärkungsmittel verordnet: Schnupftabak. Die passende Dose hat der Bürgermeister gleich mitgeliefert. Sie gehörte einst seinem Großvater, dem unvergesslichen "Schwandner Michl". Als Feuerwehrkommandant und Trausnitzer Original war er eine Institution in der Gemeinde. Über den künftigen Inhalt der Dose wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten.
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