Bei der Energie auf neuen Wegen
Hackschnitzelheizung soll neun Haushalte versorgen

Das Baugebiet in Söllitz erfährt großen Zuspruch von Bauinteressenten. Der Vorschlag, dort einen Kinderspielplatz zu bauen, stieß bei Bürgermeister Martin Schwandner nicht auf offene Ohren. Bild: bnr
Politik
Trausnitz
13.03.2016
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Einen innovativen Weg der Energiegewinnung will die Ortschaft Köttlitz beschreiten: Mit nur einer Brennstelle sollen künftig neun Haushalte mit Warmwasser versorgt werden.

Die meisten Hauseigentümer von Köttlitz besitzen in der Regel einen eigenen Wald, in dem jährlich reichlich Brennholz anfällt. Aus diesem Grund hat die Dorfgemeinschaft Überlegungen angestellt, wie sie den vorhandenen Energieträger Holz in Zukunft effektiver nutzen kann.

Herausgekommen ist dabei das Modell einer zentralen Hackschnitzelheizung, die neun Haushalte über ein Leitungsnetz mit warmem Wasser versorgt. Der Wirkungsgrad solcher Anlagen würde die Energieausbeute deutlich erhöhen und somit die künftigen Energiekosten senken. Der ökologische Vorteil einer Holzheizung ist ein weiteres, gewichtiges Argument, das in die Überlegungen mit eingeflossen ist. Das dafür notwendige Leitungsnetz muss teilweise über öffentlichen Grund gelegt werde, wofür eine Sondernutzung erforderlich ist.

Der Gemeinderat begrüßte diesen innovativen Schritt der Energienutzung wärmstens. Einstimmig sprach sich das Gremium für eine gebührenfreie Sondernutzung der Straßenränder aus. Das Leitungsnetz soll parallel mit der bevorstehenden Dorferneuerung gebaut werden. Dies würde die Kosten senken, und die Straßen müssten nicht nachträglich wieder aufgerissen werden. Mit dieser Entscheidung war die in der Sitzung anwesende Dorfgemeinschaft sehr zufrieden.

Spielplatz in Söllitz?


Gemeinderat Hans Müller brachte die Anregung ins Spiel, in Söllitz einen Kinderspielplatz zu errichten. Das neu ausgewiesene Baugebiet könnte als möglicher Standort in Frage kommen. Dieses Areal wertete Bürgermeister Martin Schwandner als kontraproduktiv. Bisher liegen der Gemeinde neun Anfragen von Bauwilligen vor, die alle ein Grundstück von mindestens 1000 Quadratmetern bevorzugen. Ein Kinderspielplatz im Baugebiet würde bedeuten, dass die eingeteilten Parzellen verkleinert werden müssten und damit nicht mehr den Wünschen der Käufer entsprechen. Einen Kinderspielplatz an anderer Stelle konnte sich der Gemeinderat durchaus vorstellen.

In seinen Informationen wies Bürgermeister Martin Schwandner energisch das Gerücht zurück, die Gemeinde wäre am Windpark Pamsendorf beteiligt. Derzeit werden die Stromleitungen von Pamsendorf zum Kraftwerk nach Trausnitz verlegt.

Keine Auswirkungen


Die Trasse führt auch über Gemeindegebiet und entspricht der gültigen Rechtslage. In einigen Abschnitten liegen Stromkabel und Breitbanderschließung in der gleichen Trasse. Dies ist durchaus beabsichtigt und hat keine weiteren Auswirkungen.
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