Breitbandausbau in der Gemeinde Trausnitz
Vorhaben, die Geduld verlangen

Die Bauarbeiten zur Dorferneuerung drohen sich zu verzögern, da Versorgungsleitungen nicht rechtzeitig verlegt werden können. Der Gemeinderat will dies unter allen Umständen vermeiden, da die Anlieger nun schon mehrere Wochen durch die Arbeiten beeinträchtigt werden. Bild: bnr
Politik
Trausnitz
19.06.2016
124
0

Der Breitbandausbau in der Gemeinde Trausnitz entfernt sich immer weiter vom zeitlich gesteckten Zeitziel. Jetzt kann er sogar die Dorferneuerung in Verzug bringen. Eine Entscheidung soll jetzt in wenigen Tagen fallen.

Über den Fortgang der Dorferneuerung im Bereich Hofmark informierte sich der Gemeinderat zu Beginn der öffentlichen Sitzung. Aufgrund technischer Schwierigkeiten - Details wurden in der Sitzung nicht genannt - verzögert sich der Breitbandausbau um drei bis vier Monate. War noch zur Winterzeit von Mitte April als Termin der Inbetriebnahme die Rede, steht jetzt der August in Aussicht.

Für den Ortsteil Söllitz kommt es noch dicker. Grund dafür ist der Neubau der Kreisstraße 30 zwischen Söllitz und Köttlitz. Das bereits vorhandene Leerrohr der Gemeinde liegt teilweise in der neuen Straßentrasse und muss deshalb verlegt werden. Die Geduld der künftigen Nutzer wird auf eine harte Probe gestellt.

Geduld wird auch von den Anliegern der Hofmark gefordert, die seit Wochen durch die Bauarbeiten zur Dorferneuerung eingeschränkt werden. Alle Versorgungsleitungen mit Strom, Telefon und Wasser müssen erneuert werden. Das kostet Zeit, zumal des Wetter die Arbeiten nicht gerade begünstigt. Als zusätzliche Maßnahmen werden die Straße zum Pfarrhof voll ausgebaut und die Stützmauer am südlichen Treppenaufgang zum Friedhof erneuert.

Als gut gelungen bezeichnete dagegen Bürgermeister Martin Schwandner die Verlegung der Stromkabel vom Windpark Pamsendorf zum Kraftwerk Reisach durch das Gemeindegebiet. Die Abnahme der Leitung am 10. Juni ergab keine Beanstandung. Bewegung kommt auch wieder in den Ausbau der Staatsstraße 2157 von Atzenhof nach Tännesberg. Für den Ausbau ist eine Erdbewegung von 30 000 Kubikmeter notwendig. Jetzt, da die Lagerung dieser Erdmassen geklärt worden ist, werden die Arbeiten im Juli ausgeschrieben. Nicht ganz glücklich ist die Gemeinde mit der 26. Änderung des Regionalplanes der Region Oberpfalz-Nord, die der Gemeinde zur Einsichtnahme vorlag. In den Punkten Industriegebiete, Freizeit und Logistik werde die Landkreismitte um das Oberpfälzer Seengebiet klar bevorzugt und der Norden und Osten bleibt außen vor. Diese Auffassung wird in einer Stellungsnahme so an die Regierung weitergegeben.
Weitere Beiträge zu den Themen: Breitbandausbau (124)Gemeinderat Trausnitz (11)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.