Arbeitsgruppe diskutiert mit den Trausnitzer Bürgern beim Infotag
Ideensammlung für den Dorfladen im „Bezzelhaus“

Großes Interesse in der Bevölkerung fand der Dorfladentag im Bezzelhaus. Bürgermeister Martin Schwandner und der Arbeitskreis wurden von den vielen Besuchern mit Fragen gelöchert. Bilder: bnr (2)
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Trausnitz
23.03.2016
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Der Slogan "Wer weiter denkt, kauft näher ein" wird immer mehr zur Wirklichkeit. Einen weiteren Etappensieg landete die Arbeitsgruppe "Dorfladen" mit ihrem Infotag im "Bezzelhaus". Anhand von Schautafeln, Bildern und Einzelgesprächen erhielten die Trausnitzer einen konkreten Einblick, wie der Dorfladen funktionieren könnte. Mit ihren Vorstellungen von einem Dorfladen hielten die zahlreichen Besucher nicht hinter dem Berg. Am Ende des Tag lagen dem Organisatorenteam um Josef Schwandner, Nicole Prüll, Ulricke Godin und Markus Blumenthal ein Pulk von Ideen und Vorschlägen auf dem Tisch, den es nun auszuwerten gilt.

Die Idee eines Dorfladens in Trausnitz stößt nicht überall auf Gegenliebe. Viele haben Zweifel, ob das Unterfangen gelingen kann. Je konkreter die Maßnahmen der Arbeitsgruppe werden, desto weniger werden die Skeptiker und Schwarzmaler. Ein Glücksfall für die Arbeitsgruppe ist der Ankauf des "Bezzelhauses" durch die Gemeinde. Jetzt stehen ideale Räumlichkeiten zur Verfügung, die mit geringen baulichen Veränderungen in einen gefälligen Verkaufsraum umgewandelt werden können.

Das Ziel ist ein Laden, indem eine Haushaltswarenabteilung, eine Bäckerei und eine Metzgerei angesiedelt sind. Auch die Nähe zur Jugendherberge und zum Fernwanderweg "Goldsteig" ist ein Trumpf, der schwer in der Waagschale wiegt. Der größte Wunsch der vielen Besucher richtete sich eindeutig nach regionalen Produkten im Angebot. Wenn möglich sollten diese sogar in der Gemeinde erzeugt werden. Die Kalkulation der Arbeitsgemeinschaft sieht vor, den Laden während der Woche mit einer und am Wochenende mit zwei Personen zu besetzen. Um dies zu bewerkstelligen sind fünf bis sechs Mitarbeiter notwendig, die entsprechend entlohnt werden sollen. Als Geschäftsmodell wird die Gründung einer haftungsbeschränkten Gesellschaft ins Auge gefasst. Die Gründung ist bis Ende Mai geplant.

Mit Geschäftsanteilen


Das Ganze ist natürlich nicht zum Nulltarif erhältlich. Die Arbeitsgruppe benötigt eine Anschubfinanzierung von 35 000 Euro. Dieser Betrag muss durch die Gesellschafter aufgebracht werden, die entsprechende Geschäftsanteile zeichnen können. Ein Anteil an der Gesellschaft schlägt mit 200 Euro zu Buche. Bisher haben 100 Trausnitzer Interesse an einem Geschäftsanteil gezeigt. "Dies ist ein sehr gutes Ergebnis", zeigt sich Dorfladen-Berater Wolfgang Gröll optimistisch, der die Gründung professionell begleitet. Die Geschäftsanteile können erst nach der Gründungsversammlung erworben werden. Der Wunsch nach einem Dorfladen steht für viele Trausnitzer an vorderer Stelle. "Wenn wir es jetzt nicht anpacken, dürfen wir uns später nicht beklagen, dass es in Trausnitz nichts zu kaufen gibt", brachte Hedwig Klug auf den Punkt, was viele Bewohner denken.
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