Baustellen im Gemeindegebiet Trausnitz
Rattenschwanz an Verzögerungen

Der Restausbau der Staatsstraße 2157 von Atzenhof bis zur Landkreisgrenze soll nun endgültig in Angriff genommen werden. Engstellen wie im Bereich Dumbholz sind in der heutigen Zeit nicht mehr tragbar. Schon etliche Außenspiegel von Fahrzeugen mussten daran glauben. Bild: bnr
Vermischtes
Trausnitz
26.10.2016
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Bei den verschiedenen Baustellen in der Gemeinde läuft nicht alles nach Plan. Besonders eine Maßnahme sorgt für Ärger bei den Gemeinderäten.

Die vorgezogene Dorferneuerung in Trausnitz geht dem Ende entgegen. Die Neugestaltung der Hofmark und der Parkplatz an der Kirche sind größtenteils abgeschlossen. Zu einer nicht vorgesehenen Verzögerung führte der Teileinsturz der Friedhofsmauer. Die Versicherungen der Baufirma, der Pfarrei und der Gemeinde sträuben sich mit allen Mitteln, den Schaden anzuerkennen und zu beseitigen. Bis der Schaden endgültig geregelt ist, vergeht Zeit und solange kann auch die Dorferneuerung nicht abgeschlossen werden. Dieser Umstand hat direkten Einfluss auf die nachfolgende Maßnahme im Bereich der Ortschaft Köttlitz.

Erst im Anschluss


Genau hier beginnt der Ärger des Gemeinderates. Zurzeit baut der Landkreis als Bauträger die Durchfahrt durch Köttlitz neu. Diese Baumaßnahme läuft zufriedenstellend und wird zum Jahresende fertig sein. Im Anschluss sollte mit der Dorferneuerung begonnen werden. Aber hier macht das Amt für Ländliche Entwicklung einen Strich durch die Rechnung. Solange Trausnitz nicht abgeschlossen ist, darf in Köttlitz nicht begonnen werden. So ist die Rechtslage. Mittel für die Dorferneuerung Köttlitz stellt das ALE erst ab 2018 in Aussicht. Bei vorzeitigem Baubeginn müsste die Gemeinde alle Zahlungen in Vorleistung erbringen und die Förderung würde anders geregelt. Dies kann sich die Gemeinde nicht leisten.

Die Gemeinderäte Reinhardt Schwarz und Hans Müller sehen darin einen Wortbruch gegenüber den Bürgern von Köttlitz, denen immer ein Baubeginn für 2017 zugesagt worden ist. Konsequenzen hat die Verzögerung auch für die geplante Nahwärmeversorgung in Köttlitz, die parallel zur Dorferneuerung gebaut werden sollte. Alle bisherigen Planungen sind so in Frage gestellt. Hier wird das gemeinsame Gespräch aller Beteiligten erforderlich sein. Als nächster Schritt ist am 19. Januar 2017 die Eröffnungsveranstaltung durch das ALE im Feuerwehrhaus in Söllitz geplant. Bis dahin sollte auch geklärt sein, ob sich die Ortschaft Söllitz dem Dorferneuerungsverfahren anschließt.

Mit Terminverschiebungen hat seit Jahren der Restausbau der Staatsstraße 2157 von Atzenhof bis zur Landkreisgrenze nach Tännesberg zu kämpfen. Immer wieder waren neue Termine und Varianten zu hören. Doch jetzt scheint es Ernst zu werden. Der erste Baucontainer ist aufgestellt. Noch in diesem Jahr werden das Regenrückhaltebecken und die Oberflächenentwässerung im Bereich der Abzweigung Bernhof gebaut. Der nächste Schritt folgt dann 2017 mit dem Straßenbau von der Landkreisgrenze bis Abzweigung Schweitzerbach und im letzten Abschnitt 2018 der Ausbau vom Schweitzerbach bis Abzweigung Bernhof. Die Auftragssumme beläuft sich auf 2000 000 Euro. Als bauausführende Firma erhielt die Firma Seebauer aus Schwarzhofen den Zuschlag.

Diverse "Untugenden"


Mit großem Bedauern musste Bürgermeister Martin Schwandner auf verschiedene Untugenden in der Gemeinde hinweisen, die in letzter Zeit überhand nehmen. Dazu zählen das wahllose Ablagern von Grüngut oder Baumschnitt im Gelände, der Diebstahl von Baumaterialien auf den Baustellen oder das unerlaubte Absägen von Bäumen. Als dies will die Gemeinde künftig nicht mehr dulden. Dies ist ein besonderer Punkt bei der Bürgerversammlung, die am 23. November stattfinden wird.
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