Böller und Blasmusik für Maria

In einer beeindruckenden Lichterprozession, die von zahlreichen Ehrengästen begleitet worden ist, zogen die Gläubigen durch den festlich geschmückten Ort.
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Trausnitz
18.07.2016
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Am Hochfest der Marianischen Männerkongregation trugen die Mitglieder eine geschmückte Madonna in ihren Reihen. Bilder: bnr (2)

Wenn nach der Frühmesse Böllerdonner ins Pfreimdtal hallt und vom Sachsenturm Blasmusik zu hören ist, dann weiß jeder in Trausnitz: Heute ist Skapulierfest. Diese eher untypischen Attribute für ein Marienfest gehören seit Jahrhunderten zur Tradition und sind auch heute noch fester Bestandteil des Rituals.

Ein beeindruckendes Zeugnis aufrichtiger Marienverehrung legte die Pfarrei Trausnitz ab. Viele Gläubige aus nah und fern feierten an zwei Tagen das Skapulierfest, das Hauptfest der Bruderschaft "Unserer Lieben Frau vom Berge Carmel" und zugleich der Marianischen Männerkongregation.

Nahezu jedes Kind


Als vor genau 299 Jahren der damalige Pfarrer Johann Paul Gruber die Bruderschaft in der Pfarrei installierte, sollte nach der Zeit der Reformation die Volksfrömmigkeit wieder erweckt und gestärkt werden. Niemand konnte zu dieser Zeit ahnen, welch großer Segen und welch große Kraft von dieser Bruderschaft ausgehen wird.

Generalvikar Prälat Michael Fuchs, der am Samstagabend mit einer Marienandacht die Feierlichkeiten einläutete, brachte es auf den Punkt: "Die Pfarrei lebt aus dem Skapulier heraus." Nach der Erstkommunion tritt nahezu jedes Kind in die Bruderschaft ein und stellt sich bis zu seinem Lebensende unter den Schutz Mariens. "In der Taufe ziehen wir Christus als Gewand an und das Skapulier setzt das Zeichen des Taufkleides fort," unterstrich der Generalvikar die Bedeutung des Schultertuches, welches ein Kennzeichen der Bruderschaft ist.

An die Marienandacht schloss sich eine Lichterprozession durch den festlich geschmückten Ort an, die einen Glanzpunkt in der Liturgie setzte. In den Reihen der Prozessionsteilnehmer waren MdL Alexander Flierl, Landratstellvertreter Arnold Kimmerl und Bürgermeister Richard Tischler aus Pfreimd zu finden. In enger Verbundenheit war auch die Patenkompanie 4./PzBtl104 mit einer Abordnung vertreten.

Tiefe Religiosität


Den Höhepunkt des Skapulierfestes bildete der Festgottesdienst am Sonntag morgen. In Konzelebration feierten ihn der Ortsgeistliche, Pfarrer Hans Spitzhirn, und Pater Lukas Temme aus Schwarzenfeld. Pater Lukas stellte dabei die Frage: "Warum bin ich bereit, an der Hand der Gottesmutter durchs Leben zu gehen?" Viele Menschen verlassen sich in Notzeiten nur auf sich selbst. Gerade hier bietet Maria Schutz und Kraft: "Die Gottesmutter kann das Leben in sichere Bahnen lenken."

Die anschließende eucharistische Prozession war Ausdruck einer tiefen Religiosität. Alle Vereine der Gemeinde, begleitet von der Blaskapelle "Bayrisch Blech" und vielen Gläubigen begleiteten das Allerheiligste auf seinen Weg durch den Ort. Der Festgottesdienst fand am Kirchenvorplatz seinen feierlichen Abschluss. Pfarrer Hans Spitzhirn dankte allen, die mitgeholfen hatten, das Skapulierfest in diesem würdigen Rahmen zu feiern.

Die Vereinsgemeinschaft band die kirchliche Feier in einen weltlichen Rahmen ein, der von der Kapelle "Bayrisch Blech" und von den "Fünf auf Kraut" musikalisch gestaltet wurde.

Die Pfarrei lebt aus dem Skapulier heraus.Generalvikar Prälat Michael Fuchs
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