Feuerwehrmann Thomas Zimmerer belebt Günter Weiß mit dem „Defi“
Familienvater das Leben gerettet

Familienvater Günther Weiß kam zum "Defi"-Schulungsabend der Feuerwehr, um sich nochmals für seine Rettung zu bedanken. Bild: hfz
Vermischtes
Trausnitz
23.03.2016
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Der 11. Juli 2015 begann wie ein ganz normaler Tag, doch er sollte Günther Weiß noch lange in Erinnerung bleiben. Der aus Neudorf (Luhe-Wildenau) stammende Mann war an diesem Sommertag mit seiner Familie in Trausnitz unterwegs. Doch irgendwas war anders. Günther Weiß bekam schlecht Luft und verspürte ein plötzliches Engegefühl in seiner Brust. Er sank zu Boden und hörte zu atmen auf.

Atemstillstand: Ein Bekannter der Familie erkannte die Situation und begann sofort mit der Herzdruckmassage. Thomas Zimmerer, ein aktiver Feuerwehrmann , der von einer aufmerksamen Nachbarin verständigt wurde, beschaffte den erst neu integrierten Defibrillator aus dem Feuerwehrhaus Trausnitz. Das automatische und "sprechende" Gerät leitet die Ersthelfer durch die Herz-Lungen-Wiederbelebung und kann anhand einer EKG-Diagnose einen sogenannten "Schock" freigeben".

Ohne bleibende Schäden


Durch das schnelle Eingreifen der Ersthelfer und dem Einsatz des Frühdefibrillators konnte Günther Weiß nach drei Tagen aus dem Koma geholt werden. Der Patient überlebte durch die rasche und effiziente Hilfe den Herzinfarkt ohne bleibende Schäden.

Kann jeden treffen


17 Feuerwehrmitglieder absolvierten erfolgreich ihre theoretische und praktische Prüfung im Umgang mit dem Frühdefibrillator. Die Ausbilder vom BRK-Kreisverband Schwandorf, Rettungsassistent Thomas Eckl sowie Christoph Sperl übernahmen die Schulung. Zu der Weiterbildung gehörte die Herz-Wiederbelebung und die richtige Beatmung mit Beatmungsbeutel in Verbindung mit dem Defibrillator.

Bei der Ausbildung ließ es sich Günther Weiß nicht nehmen, der Truppe einen Besuch abzustatten. Er appellierte daran, "so weiter zu machen" und bedankte sich ganz herzlich bei den Ersthelfern für die geleistete Arbeit.

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, daher sollte jeder in der Lage sein, im Notfall einfache, aber lebensrettende Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Im Jahr 2013 starben rund 354 500 Menschen an dem plötzlichen Herzstillstand.
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