Landkindergarten als Ziel

Geht es nach den Vorstellungen des Gemeinderates, erhält das Gebäude der Grundschule in Trausnitz eine doppelte Nutzung. Ein Landkindergarten im Erdgeschoss und die Klassenräume im 1. Stock würden das Gebäude optimal belegen und dabei auch noch Kosten sparen, hieß es. Bild: bnr
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Trausnitz
19.07.2016
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Die Gemeinde Trausnitz trägt sich mit dem Gedanken, einen Landkindergarten in den Räumen der Grundschule zu errichten. Diese Betreuungseinrichtung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr würde einen wichtigen Standortvorteil für die weitere Entwicklung der Kommune bedeuten.

Zum jetzigen Zeitpunkt fahren 22 Kinder aus der Gemeinde Trausnitz in die beiden Kindergärten der Stadt Pfreimd. Diese Regelung hat sich bisher gut bewährt. Für Pfreimd stellt sich jedoch die Situation, dass bereits jetzt die beiden Kindergärten mit 12 Kinder überbucht sind. Die Tendenz ist in den nächsten Jahren steigend.

Die Schaffung eines Landkindergartens in Trausnitz könnte hier eine Entspannung herbeiführen. Diese Möglichkeit hat der Gesetzgeber seit etwa fünf Jahren ins Leben gerufen. Sie dient dazu, Bildungseinrichtungen auf dem Land zu erhalten. Gedacht wurde dabei besonders an kleine Einrichtungen - bis 25 Kinder - die durch eine Sonderförderung unterstützt werden. Speziell für Trausnitz würde dies neue Möglichkeiten der Kinderbetreuung eröffnen.

Kinder bis zum dritten Lebensjahr dürfen nach Gesetzeslage nur in Begleitung eines Elternteiles mit dem Bus zum Kindergarten befördert werden. Für berufstätige Eltern ist dies ein schier unüberbrückbares Hindernis, ihr Kleinkind in die Kita zu bringen. Ein Landkindergarten am Wohnort könnte dieses Hindernis beheben. Nach ersten Überlegungen sollte der Kindergarten im Erdgeschoss der Grundschule untergebracht werden. Nach entsprechenden Umbauten könnten Kinder ab dem ersten Lebensjahr betreut werden. Neu geschaffen werden müsste eine Küche, Wickelraum und Schlafraum für die Kleinen. Dies alles fordert natürlich seinen Preis. Erste Schätzungen kommen auf eine Summe von 300 000 Euro, die zu etwa 50 Prozent gefördert wird.

Spielplatz in Reisach


Der Gemeinderat steht den Überlegungen von Bürgermeister Martin Schwandner offen gegenüber. Im ersten Schritt soll nun eine konkrete Planung erstellt werden, damit eine genauere Diskussionsgrundlage vorliegt. Das ganze sei bisher noch Zukunftsmusik, die in der Bevölkerung sicher einen großen Anklang finden wird, hieß es.

Um die Kinderbetreuung ging es auch bei den Beratungen zum Spielplatz in Reisach. Einig war sich das Gremium, dass der Spielplatz erhalten werden soll, aber nicht in der bisherigen Größe. Eine Halbierung des jetzigen Platzes würde die Möglichkeit eröffnen, den Kindern genügend Spielfläche zu bieten und zusätzlich einen Bauplatz für Bauwillige in Reisach zu schaffen. Dies fand die Zustimmung des Gemeinderates. Die derzeitigen Spielgeräte werden abgebaut, da sie nicht mehr zulässig sind und durch neue ersetzt.

Der Gemeinderat hatte über einen Antrag zu befinden, die alte Gaststätte "Mugl" in der Hofmark 4 abzureißen. Dem Antrag wurde stattgegeben. Auch zu dem Bauantrag von Walter Brenner in Söllitz auf Errichtung eines landwirtschaftlichen Nebengebäudes wurde das gemeindliche Einvernehmen hergestellt.
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