Über die Hälfte der 55 aktiven Mitglieder sind unter 25 Jahren
Feuerwehr bei der Jugend "in"

Bürgermeister Martin Schwandner, Kreisbrandmeister Willi Duschner und die FFW-Führungskräfte gratulierten zu bestandenen Prüfungen. Daniela Babl (Mitte) und Sebastian Babl (Dritter von rechts) legten die Gruppenführerprüfung ab und wurden zu Löschmeister befördert. Florian Prechtl (Dritter von links) und Florian Babl (Zweiter von rechts) bildeten sich zu Maschinisten weiter und bestanden den Feuerwehrführerschein. Bild: bnr
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Trausnitz
10.01.2016
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Der Dienst in der Feuerwehr steht in Trausnitz gerade bei jungen Leuten hoch im Kurs. Über die Hälfte der 55 aktiven Mitglieder sind unter 25 Jahren.

Zur Jahreshauptversammlung war nahezu die gesamte Mannschaft im Gasthaus "Das Landhaus" erschienen. Die Feuerwehrführung hat in Trausnitz das richtige Maß zwischen Ausbildung und Geselligkeit gefunden. Nur wenn die jungen Leute Spaß an einer Sache finden, kann man sie auch für etwas begeistern.

Mit Faschingswagen


Ein Beleg dafür waren die Tätigkeitsberichte des Vorstandes und des Kommandanten. Erster Vorsitzender Andreas Prem konnte in seinem Rückblick auf viele Ereignisse verweisen, die vor allem der Geselligkeit dienten. Dazu zählten Wanderungen, ein Starkbierfest oder das Aufstellen des Maibaumes. Eine Besonderheit ist das Herrichten eines Faschingswagens, mit dem sich die Feuerwehr an den Umzügen in Gleiritsch, Pfreimd und Stulln beteiligt. Die selben Veranstaltungen sind auch heuer wieder geplant. Auch wenn die Gemeinde Unterstützung bei der Aktion "Saubere Landschaft" oder beim Abbruch eines alten Gebäudes benötigte, ließ sich die Feuerwehr nicht zweimal bitten.

Genauso präsent wie im Geselligen waren die Feuerwehrler bei der Ausbildung oder im Ernstfall. Bei vier Brandeinsätzen, zwei Alarmierungen in der Jugendherberge, zwei technischen Hilfeleistungen und vier Sicherheitswachen zeigte die Feuerwehr, dass auf sie Verlass ist. Auf die besondere Herausforderung, gerade was die Sicherheit in der Jugendherberge betrifft, verwies Kommandant Robert Eger. "Da hilft nur regelmäßiges Üben, damit man mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut wird", zeigte sich der Kommandant überzeugt. Eine weitere Herausforderung stellte sich bei der Umstellung auf den Digitalfunk. Schulungen und immer wieder üben sind auch hier Voraussetzungen für die sichere Anwendung. Außergewöhnlich hohe Anforderungen an die Jugendfeuerwehren des KBM-Bereich Land 4-4 wurden im September bei einer Großübung auf der Burg Trausnitz gestellt. Wie schwer es ist, über eine lange Schlauchstrecke Wasser zu fördern, mussten die Jungfeuerwehrler schweißtreibend am eigenen Leib erfahren. Die beiden Jugendwarte Daniela Babl und Verena Lippert hatten alles bestens vorbereitet, so dass auch diese Übung erfolgreich ablief.

Eine Standortschulung im Inspektionsbereich Nord des Landkreises Schwandorf für die Maschinisten fand in Trausnitz statt. Florian Babl und Florian Prechtl legten dabei die Prüfung mit Erfolg ab. Diese beiden Feuerwehrmänner unterzogen sich auch der Ausbildung zum Erwerb des Feuerwehrführerscheins. Den Gruppenführerlehrgang an der Feuerwehrschule in Lappersdorf absolvierten mit Erfolg Daniela und Sebastian Babl. Beide wurden zu Löschmeistern befördert. Die Feuerwehr hat bei ihrer künftigen Ausrichtung natürlich auch noch Wünsche, die mit Geld verbunden sind. Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Ankauf eines Mannschaftsbusses legte zweiter Kommandant Reinhardt Schwarz ab. Bereits jetzt hat er schon einen erheblichen Betrag an Spenden einsammeln können, welcher der Gemeinde die Entscheidung erleichtern solle.

Bestens eingespielt


Bürgermeister Martin Schwandner musste die Erwartungen der Feuerwehr etwas dämpfen: "Die Gemeinde ist sehr stolz auf ihre Feuerwehr. Bei Investitionen müssen die finanziellen Möglichkeiten der Kommune aber im Auge behalten werden." Das Wichtigste ist, dass sich junge Leute mit der Gemeinde identifizieren, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt. Zum letzten Mal vor seinem Ausscheiden war Kreisbrandmeister Willi Duschner bei der Jahreshauptversammlung zu Gast. Er dankte der Feuerwehr Trausnitz für die stets gute Zusammenarbeit. "Seit der Neuordnung der Kreisbrandmeisterbezirke hat sich alles bestens eingespielt", freute sich der Kreisbrandmeister über die gelungene Reform.
Da hilft nur regelmäßiges Üben, damit man mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut wird.Kommandant Robert Eger
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