Pferdeseuche: Trausnitzer Hofbetreiberin warnt vor Panikmache
Halbe Saison verloren

Wirtschaft
Trausnitz
08.08.2015
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"Natürlich bin ich schockiert und traurig über den Verlust meiner beiden treuen Pferde", beschreibt Ulrike von Godin, Inhaberin des betroffenen Pferdehofes Reisach in Trausnitz (Kreis Schwandorf), ihre Gefühle.

Die Vorsitzende des Vereins Pferdefreizeit Oberpfalz äußerte gegenüber unserer Zeitung, dass sie "im Interesse der Zukunft meines Betriebes, gefasst mit der Situation umgehen" müsse. "Wirtschaftlich bedeutet die Sperre eine halbe verlorene Saison, da der Betrieb hauptsächlich auf das Wander- und Ausreiten in der Natur ausgerichtet ist." Wir hatten in der gestrigen Ausgabe berichtet, dass nach dem Auftreten der Pferdeseuche "Equine infektiöse Anämie (EIA)" im Kreis Schwandorf die Verunsicherung auch in den Nachbarlandkreisen groß ist. Pferdebesitzer aus Weiden und Tirschenreuth hatten ihre Tiere in dem inzwischen gesperrten Hof eingestellt.

Keine Anhaltspunkte

Bezüglich der Infektionsquelle in ihrem Bestand habe Ulrike von Godin bislang keinen Anhaltspunkt und erwarte, dass die weiteren epidemiologischen Ermittlungen durch die Veterinärämter den Infektionsweg aufklären können. "Ich hoffe natürlich, dass alle Pferde - auch die Kontaktpferde außerhalb meines Betriebs - bei den weiteren Beprobungen negativ bleiben."

Die Betreiberin betont, dass das Pferd der Weidener Einstellerin Andrea Daubenmerkl wie berichtet zwar in der Box neben einem der infizierten Pferde gestanden habe: "Es lief allerdings nicht mit in der Herde auf der Koppel."

Bei aller verständlichen Bestürzung appelliert von Godin an alle Pferdefreunde, Ruhe zu bewahren: "Meine Sorge ist es, dass es durch emotionale Aussagen zu einer überschießenden, unsachlichen Panikmache kommt."
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