Kirwa in Thonhausen
Das 60-Jährige vier Tage gefeiert

Zünftig ging's zu beim Tanz und Gstanzlsingen der Kirwapaare in Thonhausen. Bilder: brü (2)
Kultur
Ursensollen
30.06.2016
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Gut 250 Sternwallfahrer aus den Pfarreien Hohenkemnath, Hausen und Utzenhof waren zum Jubiläumsgottesdienst nach Thonhausen gekommen. Bild: Brückmann

Vor 60 Jahren wurde das Kirchlein fertiggestellt: Diesen runden Geburtstag ihrer Kapelle haben die Thonhausener gefeiert. Vier Tage lang.

Die Kapelle, Johannes dem Täufer geweiht, steht unübersehbar direkt an der Ortseinfahrt. Vor kurzem erst hat die Dorfgemeinschaft das kleine Gotteshaus in Eigenregie renoviert. So präsentierte es sich zu seinem 60-Jährigen von seiner besten Seite.

Sternwallfahrt zur Messe


In einer Sternwallfahrt zogen die umliegenden Pfarreien zum Festgottesdienst am Sonntag - Höhepunkt der viertägigen Kirwa. Gut 250 Wallfahrer aus den Pfarrgemeinden Hausen, Hohenkemnath und Utzenhof waren gekommen, um mit Festprediger Dekan Markus Brunner und Pater Marek Michalak der Segnung der Kapelle beizuwohnen und anschließend auf dem Vorplatz des Gasthauses Stiegler die Messe zu feiern. Willi Sossau, verantwortlich für diesen Teil des Fests, freute sich darüber, dass das Wetter bestens mitspielte - aber auch über die vielen Besucher: "Mein Ziel war es, ein schönes Umfeld für die kirchlichen Feierlichkeiten zu schaffen. Und bei dieser Resonanz denke ich, wir haben das Ziel erreicht."

Auch Feuerwehr-Vorsitzender Josef Prüfling war zum Ende des weltlichen Programms am Montagabend vollends zufrieden. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt viel Arbeit hinter ihm, Kommandant Anton Meier und der FFW-Mannschaft sowie den 16 Kirwapaaren lag: "Ohne die vielen helfenden Hände ist es fast unmöglich für unsere kleine Gemeinschaft, so ein Fest auf die Beine zu stellen. Daher gilt mein Dank allen, die wieder kräftig mit angepackt haben. Und bei so vielen Gästen über alle vier Tage haben sich die Mühen doch wieder gelohnt."

Schon der Preisschafkopf zur Eröffnung stieß auf eine gute Resonanz. 80 Kartler ermittelten ihren Meister. Mit 112 Punkten sicherte sich Peter Kirzinger den ersten Platz, gefolgt von Heiner Breitkopf (110) und Josef Piatek (108). Zahlreiche Gäste waren auch am Samstagnachmittag dabei, als der 32 Meter hohe Kirwabaum, gestiftet von Harry Ebenhöch, in der Dorfmitte aufgestellt wurde. Die Steirer Music Company sorgte dann bis in die Nacht hinein für beste Stimmung. Nach Festgottesdienst, Frühschoppen und Mittagessen stand mit dem Austanzen des Baums und der Wahl des neuen Oberkirwapaars am Sonntag ein weiterer Höhepunkt an. Die 32 Aktiven präsentierten ein Programm aus bayerischen Tänzen, Gstanzln und weiteren Einlagen, für das sie viel Applaus erhielten. Am Ende des Straußtanzes hielten Johannes Haller und Johanna Guttenberger das Blumengesteck in den Händen - und zogen danach als führendes Paar in den Kirwastodl. D'Hoglbouchan, die bereits das Austanzen begleitet hatten, gaben dabei den Ton an.

Mit Bär und Baum


Zum Abschluss stand am Montagnachmittag zunächst das Kirwabärtreiben an. Florian Salzhuber streifte sich das Fell über, als Kirwahexe agierte Sebastian Peichl und als Treiber Matthias Sossau.

"Mir Drei und Du" unterhielten alle bestens - nicht nur bis zur Verlosung des Baums. Dabei hatte Dieter Stiegler aus Heimhof das Glück auf seiner Seite. Er gewann den Stamm, den er aber gegen einen kleien Obolus zur Versteigerung an die Kirwaleut zurückgab. Für 555 Euro ging er schließlich an Jennifer Schmidt aus Hohenkemnath.
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