An Bescheidenheit mangelt es der Gemeinde Ursensollen nicht, wenn es darum geht, sich zu präsentieren. Und hätte der Amberger Oberbürgermeister Michael Cerny nicht ein Einsehen gehabt und auf sein Grußwort verzichtet - drei Stunden Programm wären beim Neujahrsempfang leicht zusammengekommen.
Stark, respektiert, lebensfroh

Lokales
Ursensollen
14.01.2015
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(gfr) Stolz stellte Bürgermeister Franz Mädler Firmenansiedlungen sowie Angebote für Kleinstkinder bis Senioren dar, unterstrich den unverwechselbaren Charakter seiner "lebens- und liebenswerten Gemeinde".

Vieles werde von Ehrenamtlichen geschultert, die in Vereinen, bei Feuerwehr und Musikkapelle, im Seniorennetzwerk oder der Nachbarschaftshilfe Verantwortung übernehmen und die Kommune entlasten. "Die Vereine stellen das Herzstück der Gemeinde dar", unterstrich er.

750 neue Arbeitsplätze

Ein wenig klopfte sich Mädler auf die eigene Schulter, als er Ursensollen als eine "starke, respektierte und lebensfrohe Gemeinde" bezeichnete. In den vergangenen zehn Jahren seien in den Gewerbegebieten gut 750 Arbeitsplätze geschaffen worden. Und mit der Erweiterung des Gewerbeparks A 6 erwarte er weitere. Auch das interkommunale Gewerbegebiet zusammen mit der Stadt Amberg werde überregional von Bedeutung, Ursensollen ein gleichberechtigter Partner sein.

Enge Zusammenarbeit

Franz Mädler sprach den demografischen Wandel an, der die Gesellschaft schneller und nachhaltiger verändern werde, als viele erahnten. Längeres Leben und Lebenserfahrung seien aber auch ein Potenzial, das genutzt werden müsse. Erfolgreich praktiziere Ursensollen in enger Zusammenarbeit mit Ammerthal Seniorennetzwerk und Nachbarschaftshilfe. Interkommunale Zusammenarbeit habe Zukunft, betonte er und nannte etwa ein gemeinsames Energiekonzept mit Hohenburg oder den Naturpark Hirschwald.

Beim Ausbau des schnellen Internets werde Ursensollen alle Fördermöglichkeiten nutzen, doch werde es schwer sein, alle Erwartungen zu erfüllen. 900 000 Euro stelle der Freistaat in Aussicht, über eine Million Euro müsse Ursensollen beisteuern. Keine gute Lösung sei das, so Franz Mädler, denn die Großkonzerne als Netzbetreiber könnten bei mangelnder Rendite die finanziellen Deckungslücken von den Kommunen einfordern. Für ältere Mitbürger werde ein neues Seniorenzentrum die Betreuung optimieren und ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld ermöglichen.

Kunst und Kultur hätten in Ursensollen einen hohen Stellenwert, meinte Mädler, Aushängeschild sei die Musikkapelle. Kunst und Künstler würden gefördert und könnten sich im Kunst-Lagerhaus präsentieren. Das Wertvollste Ursensollens seien aber die Schulen. Selbst Bier sei hier schon vor 200 Jahren gebraut worden, erinnerte er. Das habe Lehrer Raimund Rückert zusammen mit Braumeister Alfred Geisbauer aus Zant und vier Schülern als Projektarbeit aufgegriffen, Hopfen angebaut und Zoiglbier eingebraut. Das kam nach dem Neujahrsempfang zum Ausschank.
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