Ausstellung erinnert an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren
Mit "Hurra" in den Krieg

Josef Schmaußer (rechts), der die Ausstellung organisiert hat, erklärte den Besuchern einige Exponate, zum Beispiel eine Panoramaseite der Amberger Zeitung, die sich mit dem Ersten Weltkrieg befasste. Bild: gf
Lokales
Ursensollen
05.11.2014
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Durch den Ersten Weltkrieg sei nicht nur Europa, sondern die ganze Welt verändert worden. Dies machte Bürgermeister Franz Mädler deutlich, als er die Ausstellung "Erster Weltkrieg - Spuren in der Gemeinde Ursensollen" im Atrium der Mittelschule eröffnete. Auch sei dadurch die Saat für den Zweiten Weltkrieg und die Teilung Europas gelegt worden. Unverständlich sei es aus heutiger Sicht, mit welcher Freude sich damals junge Männer zum Militärdienst gemeldet hätten und mit Musik und Beifall in den Krieg gezogen seien. Unzähliges Leid hätte die kriegerischen Auseinandersetzungen über alle beteiligten Nationen gebracht, so Mädler.

Von den Soldaten, die aus Ursensollen stammten, fielen 15 auf den Schlachtfeldern. Auf allen Seiten sei es der Kriegspropaganda gelungen, das wahre Gesicht des Krieges zu verzerren, gar zu verherrlichen. Dem Großteil der heute lebenden Deutschen sei die direkte Erinnerung an die beiden Weltkriege erspart geblieben, aber die Geschichte müsse bewahrt werden, sagte er. Dafür sei diese Ausstellung gedacht, auch als Plädoyer für den Frieden in der Welt, besonders in Europa bis hinein in die Kommunen und die Familien. Der SPD-Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl ging ebenfalls darauf ein, wie zahllose junge Männer in einen sinnlosen Krieg geschickt worden seien. Fürchterlich stelle er sich die Auswirkungen vor, wenn Deutschland heute in eine kriegerische Auseinandersetzung hineingezogen würde. Besser sei es, Nationen würden miteinander reden, statt aufeinander schießen.
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