Das 56-Seiten-Argument

Lokales
Ursensollen
31.12.2014
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Interkommunale Zusammenarbeit - Hinter diesem Schlagwort verbirgt sich das Ansinnen kleiner Gemeinden, stetig wachsende Aufgaben kooperierend stemmen zu können. Ammerthal und Ursensollen tun das schon.

Es ist inzwischen so gewiss wie Silvester: die Vorstellung des Programms des Seniorennetzwerks kurz vor dem Jahreswechsel. Die Nachbarn Ursensollen und Ammerthal kooperieren seit einigen Jahren auf diesem Gebiet, um den älteren Menschen in ihren Gemeinden ein möglichst breites Spektrum an Dienstleistungen oder Abwechslung bieten zu können.

In den ersten sechs Monaten des unmittelbar bevorstehenden neuen Jahres soll sich jedenfalls wieder etliche tun, und die Organisatoren hoffen darauf, dass ihr Angebot auf eine ähnlich rege Resonanz trifft wie bisher. Bis Bürgermeister Franz Mädler (Ursensollen) und seine Amtskollegin Alexandra Sitter-Czarnec (Ammerthal) das neue Programm in Händen halten konnten, war jedenfalls etliches an Vorarbeit nötig.

Die erledigten die beiden Seniorenbeauftragten Christa Suttner (Ammerthal) und Norbert Schmid (Ursensollen). Ihre Anregungen greifen gerne auch Vereine und Privatpersonen auf, um das Programm letztendlich stemmen zu können. Dafür dankten die Verantwortlichen nun ausdrücklich. Immerhin habe inzwischen das elfte Programm des Seniorennetzwerkes vorgelegt werden können: 56 Seiten stark und 3000 Mal gedruckt.

Breit gestreut

Je 1500 davon liegen in den Rathäusern bei Sonja Scharl (Ursensollen) und Barbara Kreitmeier (Ammerthal) auf. Sie kümmern sich um alles, was mit dem Seniorenprogramm zu tun hat und das ist viel; neun Fachvorträge (Alter, Pflegestufen etc), elf extra Freizeit- sowie regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen, acht Ausflüge und eine mehrtägige Reise, das alles für das erste Halbjahr 2015. Langeweile komme da wohl nicht auf, war Mädler voll des Lobes über die "interkommunale Zusammenarbeit mit Ammerthal". Für ihn ist damit zudem der Beweis erbracht, dass man "gemeinsam eben doch mehr erreichen kann".

Die nächsten Stufen

Nicht zuletzt dachte er dabei wohl an die aus dem Seniorennetzwerk hervorgegangene Nachbarschaftshilfe Ursensollen. Sitter-Czarnec hat ihrem Gemeinderat die Nachahmung schon ausdrücklich empfohlen und erste Weichen in diese Richtung gestellt. Die Nachbarschaftshilfe möchte nun erst einmal mit einem Stammtisch in wechselnden Gasthäusern auf Tour gehen, um sich in allen Ortsteilen vorzustellen.

Die Ammerthaler Bürgermeisterin denkt derweil noch einen großen Schritt weiter. Viele Vereine und Initiativen beider Gemeinden seien mit dem Seniorennetzwerk schon enger zusammengerückt. Warum sollte das nicht auch ein Jugendnetzwerk tun?
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