Die Flammen hatten bereits auf weite Teile des Gebäudes übergegriffen, als die Rettungskräfte eintraf. Und zwei Menschen wurden vermisst: Mit diesem Szenario sahen sich die Feuerwehren der Gemeinde Ursensollen bei ihrer Übung konfrontiert. Simuliert wurde der Brand eines Bauernhofes in Rückertshof.
Zwei Menschen vermisst

Lokales
Ursensollen
10.11.2015
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Die Feuerwehren Hohenkemnath und Ursensollen bekämpften gemeinsam den Brand und retteten unter schwerem Atemschutz die vermissten Personen. Unter schwersten Bedingungen durchsuchten die Aktiven mehrere Scheunen.

Ein Knochenjob

Da dort viele landwirtschaftliche Arbeitsgeräte untergebracht waren, gestaltete sich dieser Einsatz für die Atemschutzgeräteträger als knochenharter Job. Die Helfer vor Ort Ursensollen kümmerten sich um die geretteten Patienten, übernahmen deren Erstversorgung. Die Verantwortlichen, die die Übung konzipiert hatten, bauten in den Einsatz noch ein weiteres Szenario ein: Ein Atemschutzgeräteträger verunglückte und wurde bewusstlos. Sofort machte sich der Sicherungstrupp auf den Weg, um den verletzten Kameraden zu retten. Die Helfer vor Ort versorgten ihn ebenfalls.

Längere Schlauchstrecke

Dadurch, dass der Brand in einem Aussiedlerhof mit schlechter Löschwasserversorgung ausgebrochen war, musste zusätzlich eine längere Schlauchstrecke hergestellt werden- Das Wasser dafür wurde aus einem an einem anderen Leitungsnetz hängenden Überflurhydranten entnommen. Unter den wachsamen Augen der Kreisbrandmeister Alexander Graf und Armin Daubenmerkl legten die Feuerwehren Hausen, Garsdorf, Thonhausen und Zant eine Schlauchleitung zur Einsatzstelle.

Nach getaner Arbeit folgte im Gerätehaus der Feuerwehr Hohenkemnath die Nachbesprechung. Deren Kommandant, Christoph Staudte, der zugleich Einsatzleiter war, ging auf den Ablauf der Übung ein.

Die Kreisbrandmeister Alexander Graf und Armin Daubenmerkl lobten den guten Verlauf des Trainings und erklärten feuerwehrtechnische Merkmale, die bei solchen Einsätzen zu beachten sind. Bürgermeister Franz Mädler dankte allen Aktiven, die das ganze Jahr über ihre Freizeit für den Feuerwehrdienst opfern und spendierte den Teilnehmern der Übung eine Brotzeit.
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