Die Wildsau hat gewonnen

Lokales
Ursensollen
13.02.2015
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Die Jäger haben sich ganz schön ins Zeug gelegt. Trotzdem haben die Wildsauen gewonnen. So zumindest lautet die Bilanz von Josef Huf, dem Vorsitzenden der Zanter Jagdgenossen.

Wie Huf bei der Jagdversammlung in Zant sagte, wurden zwar viele Schwarzkittel erlegt. Aber gemessen an der großen Zahl der Vorkommen sei dies letztlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Den Jagdgenossen, die im Erlhof in Erlheim tagten, zeigte der Vorsitzende Bilder aus einer Wildkamera, auf der Sauen zu sehen sind. Es gibt teilweise große Rotten mit 20 bis 25 Tieren.

Auch darauf wies Huf hin: Wenn ein Maisfeld im Herbst geackert und danach beispielsweise Weizen, Triticale oder Wintergerste als Folgefrucht angebaut würden, komme es im Boden durch die Abfallkolben zu Gärungen. Wildsauen hätten einen 40 Mal feineren Geruchssinn als der Mensch: Der Duft der vergorenen Kolben ziehe sie an.

Die Tiere nähmen auch weite Wege auf sich, um an die Maiskolben zu kommen - bis zu 40 Kilometer in einer Nacht.

Dies kann nach Hufs Worten unterbunden werden, wenn im Herbst nur gegrubbert wird. Das Feld sehe dann zwar nicht so schön aus, aber die Kolben würden dann grau und schimmelig - und von den Sauen nicht mehr angenommen.

Huf informierte die Runde darüber, dass Landwirte Jägern einen Platz für einen Hochsitz oder eine Kanzel zur Verfügung stellen müssen. Dies geschehe im beiderseitigen Einvernehmen.

Abgestimmt wurde in der Versammlung über folgende Themen:

Anschaffung eines elektronischen Jagdkatasters (dafür 27 Stimmen, dagegen 1).

Erstattung von Wildschäden 2014 in Höhe von insgesamt 1000 Euro (dafür 28).

Jagdschilling Auszahlung: sechs Euro pro Hektar (dafür 28).

Zum Schluss wurden die besten Sauenjäger geehrt. Der 1. Preis ging an Andy Fröhler, den 2. Platz errang Hans Saller, den 3. Gerhard Kalweit.
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