Erzeugung und Verbrauch zeitgleich vor Ort kombinieren
Neue Verbund-Idee für Regio-Strom

Erich Wust, Geschäftsführer der gleichnamigen Wind & Sonne GmbH aus Markt Erlbach, stellte zusammen mit Kollegen und Vertretern der Firma Grundgrün das Regio-Grün-Strom-Projekt im Kubus vor. Bild: Steinbacher
Lokales
Ursensollen
31.07.2015
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Die Energiewende in Deutschland vollzieht sich vor allem in den Regionen: überall dort, wo zum Beispiel Kommunen und Bürger Windkraftanlagen bauen oder in Sachen Photovoltaik aktiv sind. Die Stromerzeugung vor Ort ist bereits munter im Gang, während der regionale Verbrauch teils hinterherhinkt, nicht immer von den Ressourcen vor der Haustür profitiert.

Diese beiden Seiten als einen Verbund zusammenzubringen, ist das Anliegen von Regio-Grün-Strom, einer neuen Ökostrom-Marke, an der sich auch der Windpark Ursensollen beteiligt. Er liefert rund 12 200.000 Kilowattstunden pro Jahr und machte am Mittwoch insofern Werbung für dieses Projekt, als dass die Vertreter von Regio-Grün-Strom ihre Idee im Kubus in Ursensollen vorstellten. Einige Bürgermeister aus dem Landkreis und Fachleute der Branche hörten sich das interessiert an.

Hinter der vor wenigen Jahren gegründeten Marke steckt eine Kooperation zwischen der Firma Bürger-Grün-Strom aus Markt Erlbach und der Berliner Grundgrün GmbH, einem Direktvermarkter für Lösungen vom Erzeuger bis zum Endkunden. Ihr gemeinsames Prinzip: "Wir gewährleisten, dass regionale Bürgerwindräder und Sonnenkraftwerke zeitgleich zum vor Ort entstehenden Stromverbrauch in das öffentliche Netz einspeisen - zertifiziert vom TÜV."

Dafür seien bereits viele Bürgeranlagen in der Oberpfalz und in Franken gebündelt worden. "So können wir garantieren, dass die Zeitgleichheit größtenteils aus unseren regionalen Anlagen sichergestellt wird", schilderten die Betreiber, die den Gemeinde- und Anlagenvertretern ferner folgendes schmackhaft machten: "Auch wenn der Wind in unserer Region mal nicht weht, unterstützen Sie aktiv die Energiewende. Denn Zeitgleichheit ist der Schlüssel zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren. Wir wollen den Anteil der zeitgleichen Einspeisung aus unserer Region Schritt für Schritt erhöhen, indem wir weitere Anlagen aus unserer Region mit aufnehmen." Ob das gelungen ist, stand gestern noch nicht fest. Etliche Zuhörer signalisierten aber durch ihre konkreten Nachfragen durchaus Interesse, das sich wohl in manchen Gemeinden in nächster Zeit manifestieren könnte.
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