"Freuen Sie sich auf einen Abend mit viel Abwechslung, engagierten Musikern und so mancher Überraschung", machte Angela Harbauer auf das Jahreskonzert neugierig. Und sie hatte beileibe nicht übertrieben.
Vielerlei Klangwelten eröffnet

Lokales
Ursensollen
24.11.2015
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(e) Denn die Musikkapelle Ursensollen - sowohl das große als auch das Nachwuchsorchester - zeigte, warum sie bei einem Wertungsspiel im Oktober die hervorragende Bewertung "mit ausgezeichnetem Erfolg" erhalten hatte.

Werbeträger der Gemeinde

"Die Musiker aus Ursensollen sind Werbeträger der Gemeinde und vertreten sie bestens", meinte Bürgermeister Franz Mädler und konnte einen gewissen Stolz nicht verbergen. Das galt aber auch für die netten Moderatoren und die vielen emsigen Vorbereiter und Techniker. Nicht einmal auf der Empore blieb ein Platz frei im Ursensollener Kulturtempel Kubus, der dank seines Interieurs, seiner Akustik, seiner Größe und seines Ambiente irgendwie einen heimeligen Charakter verbreitet, wie zu hören war. Keinen Platz mehr gab es auch auf der Bühne, als die Musikkapelle mit ihrem Dirigenten Stefan Neger mit dem Konzertmarsch "Arsenal" das musikalische Entree lieferte und Zugang zu einer anderen Klangwelt bot. Dann hatte Solist Alexander Körner mit dem Waldhorn-Konzert in F und dem Stück Blasorchester Opus 109 seinen großen Auftritt zusammen mit der Musikkapelle.

Fabula Horrenda - vom alten Waschweib erzählten überleitend Anja Frohmann und Theresa Popp die schaurige (Geister-)Geschichte. Auf dieser Mär basiert die Komposition von Alexander Reuber, musikalisch wurde sie eindrucksvoll und auf den Punkt genau umgesetzt. Cora Megele setzte sich dabei stimmlich in Szene. Eine komplizierte Partitur weist "Spartacus" auf, sowohl von der Virtuosität als auch von der Rhythmik her werden hohe Anforderungen gestellt, die die Musikkapelle mit Bravour meisterte.

Ein schöner Sonntagmorgen inspirierte Kurt Gäble zu seiner Komposition "Zauberland", die rhythmisch kräftige Einleitung mündet schließlich in das ruhige Thema, das prägend ist. Der Melodienfluss wird immer wieder durch weitere rhythmisch markante Einwürfe verändert - das Nachwuchsorchester brachte dieses attraktive Konzertstück bestens zur Geltung.

Blue Moon als Zugabe

"Festmusik der Stadt Wien" hatte einst Richard Strauss als Werk für den Trompetenchor der österreichischen Hauptstadt geschrieben, auch daran wagte sich die Musikkapelle Ursensollen. Dann ging es mit Musical-Melodien weiter ins Chicago der 20er-Jahre. Angela Harbauer gab hier Informationen, die hilfreiche waren, um die Geschichte von Roxie und Velma zu deuten. In 80 Tagen um die Welt war das musikalische Wertungsspiel überschrieben.

Natürlich kein Abgang ohne Zugabe, nämlich Blue Moon, der Titelsong im Film Hollywood Hotel, interpretiert von Cora Megele. Mit dem Konzertmarsch "Salemonia" fand das Konzert einen fulminanten Abschluss.
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