Für die Versorgung
Nahwärmenetze werden geknüpft

Die Gemeinde Ursensollen hat mit den Arbeiten am dritten Teil des Gewerbeparks an der A 6 begonnen. Bis Herbst wird das Areal um 40 000 Quadratmeter erweitert, 27 000 davon werden als Nettogrundfläche erschlossen. Bild: srö
Lokales
Ursensollen
22.04.2015
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der gemeindlichen Liegenschaften soll auch künftig zu 100 Prozent Ökostrom eingesetzt werden. Aus Gründen des Klimaschutzes legt der Gemeinderat darauf großen Wert. Die Erweiterung des Gewerbeparks A 6 um 40 000 Quadratmeter ist angelaufen und soll im Herbst abgeschlossen sein.

(srö) Bei seiner Sitzung befasste sich das Gremium vor allem mit den Themen Umwelt und Finanzen. Die Zusammenkunft war von intensiven Diskussionen, aber auch von großer Einigkeit geprägt.

Aus dem in den Jahren 2013/14 entwickelten Energiekonzept der Gemeinde ging hervor, dass Nahwärmenetze - in Ullersberg gespeist von der Biogasanlage, in Garsdorf von Blockheizkraftwerken - wirtschaftlich betrieben werden könnten. Nachdem das Amt für Ländliche Entwicklung eine Umsetzungsbegleitung dieser beiden Umwelt und Ressourcen schonenden Projekte mit 75 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschussen würde, beschloss der Gemeinderat, Förderanträge zu stellen. Mit der Planung soll das Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule beauftragt werden, vorbehaltlich der Förderzusage durch das Amt für Ländliche Entwicklung.

Schon jetzt ausschreiben

Der Vertrag zur Strombeschaffung für die gemeindlichen Liegenschaften läuft Ende 2016 aus. Der Bayerische Gemeindetag empfiehlt aufgrund der aktuellen Marktlage bereits jetzt die Ausschreibung des Strombezugs für die Jahre 2017 bis 2019. Dieser Meinung schloss sich das Gremium an und erteilte dem Dienstleistungsunternehmen Kubus den Auftrag, Bündelausschreibungen mit weiteren Kommunen vorzunehmen. Zu 100 Prozent soll Ökostrom beschafft und auch die Firma Bürgergrünstrom, die regionale Energie anbietet, aufgefordert werden, ein Angebot abzugeben.

Im vergangenen Jahr hatte das Gremium den ersten Abschnitt der Sanierung des Lagerhaus- und Bahnhofumfelds in Ursensollen beschlossen. Im Zuge der Städtebauförderung soll nun mit dem zweiten Bauabschnitt die Maßnahme abgeschlossen werden. Betroffen ist hier vor allem der Bereich zwischen altem Lagerhaus und Wertstoffhof. Das Gremium genehmigte den Entwurf des Landschaftsarchitekten Christopher Trepesch aus Amberg und entschied, die Tiefbauarbeiten auszuschreiben. Die Bauanträge Kuhn, Kugler/Reinwald, Kuszmann, Schmidt/Michl und Gebhardt werden laut Beschluss des Rats ohne Einwand zur Genehmigung ans Landratsamt weitergeleitet.

Platz zwei belegt

Wie Bürgermeister Mädler informierte, wurde Ursensollen beim Bayerischen Energietag in Eichstätt mit dem 2. Platz beim Energiepreis 2015 der Bayerischen Staatszeitung ausgezeichnet. Den Ausschlag gab hier vor allem die Erzeugung und die Eigenvermarktung regenerativen Stroms vom Bürger- und vom Kommunalwindrad. Mädler würdigte die großen Verdienste des kürzlich verstorbenen stellvertretenden Amts- und langjährigen Baureferatleiters Anton Weizer.
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