Größter Ausgabeposten im Vermögensetat - Gemeinderat Ursensollen segnet einstimmig Haushalt ...
600 000 Euro für die Glasfaserverkabelung

Lokales
Ursensollen
21.03.2015
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Der Gemeindeetat 2015 beläuft sich im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben auf 5,9 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt auf 2,6 Millionen Euro. Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat der Haushalt sowie das Finanz- und Investitionsprogramm 2014 bis 2018.

Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B wurden wie bisher auf 300 Prozent festgesetzt. Dies entspricht den niedrigsten Grundsteuersätzen im Landkreis. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer bleibt mit 350 Prozent ebenfalls unverändert. Kassenkredite dürfen bis zu einem Höchstbetrag von 850 000 Euro aufgenommen werden.

Vor der Abstimmung gab Kämmerer Tobias Ströhl einen Überblick über die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben im Haushaltsjahr. Im Verwaltungshaushalt sind dies auf der Einnahmenseite die Grundsteuer A mit 67 000 Euro, die Grundsteuer B mit 243 000 Euro, die Gewerbesteuer mit 1,25 Millionen Euro sowie die Beteiligung an der Einkommensteuer mit 1,7 Millionen Euro und an der Umsatzsteuer mit 88 500 Euro. An Schlüsselzuweisung erhält die Gemeinde 2015 insgesamt 728 000 Euro.

96 000 Euro Zinsbelastung

Diesen Einnahmen stehen als Ausgaben im Verwaltungshaushalt die Kreisumlage mit 1,23 Millionen Euro, die Gewerbesteuerumlage an Bund und Länder mit 250 000 Euro und die Schulverbandsumlage mit 320 000 Euro gegenüber. Für die beiden Kindergärten sind zusammen 500 000 Euro eingeplant. Die Zinsbelastung beträgt 96 000 Euro. Die Mittel für den Straßen- und Wegeunterhalt im Gemeindebereich wurden mit 400 000 Euro mehr als verdoppelt.

Die größten Ausgaben bei den Investitionen im Vermögenshaushalt sind für die Glasfaserverkabelung im Gemeindebereich vorgesehen. Diese Maßnahme ist im Haushalt mit 600 000 Euro veranschlagt. Für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik sind 170 000 Euro vorgesehen. Die Umrüstung der gemeindlichen Feuerwehren auf Digitalfunk kommt auf 35 000 Euro und für kleinere Straßenbaumaßnahmen sind 60 000 Euro eingeplant.

Für den Umbau einer ehemaligen Trafostation bei Hohenkemnath im Zuge der Dorferneuerung in einen Artenschutzturm sind 30 000 Euro vorgesehen. Die Renovierung des Standesamtsbüros im Rathaus kostet 30 000 Euro. Im Zuge der Städtebauförderung ist die Sanierung des Umfeldes am Alten Lagerhaus in Ursensollen mit 320 000 Euro vorgesehen; der Eigenanteil ist auf 128 000 Euro festgesetzt.

Die notwendige Aufrüstung der Kläranlage in Garsdorf wird 175 000 Euro kosten und für den Waldwegebau am Rötelbuschweg bei Garsdorf sind 40 000 Euro, für die Verbesserungsmaßnahmen im Atrium 85 000 Euro vorgesehen.

Eine Million Euro Kredit

In diesem Jahr werden auch die restlichen Verbindlichkeiten vom Bau der Abwasseranlage für Haag, Ullersberg, Rückertshof, Ober- und Unterleinsiedl, der außerhalb des Haushalts finanziert wurde, zurückgezahlt - die sind 600 000 Euro.

Um alle Investitionen tätigen zu können, beschloss der Gemeinderat mit der Haushaltssatzung eine Kreditaufnahme von einer Million Euro. Dieses Darlehen kann bis Ende 2016 in Anspruch genommen werden. Die Verschuldung der Gemeinde läge dann bei vier Millionen Euro.
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