Heilige Berge

Nach dem Vortrag signierte Günter Moser das Buch "Heilige Berge - heilige Quellen". Bild: lev
Lokales
Ursensollen
21.11.2015
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"Das bairische Volk ist geistlich, schlecht und gerecht, läuft gern kirchferten, hat auch vil kirchfahrt." So schrieb Johann Georg Thurmair, ein deutscher Humanist, über das Wallfahrten. Die Begeisterung dafür ist heute nicht viel geringer.

Günter Moser zeigte im Kubus die Multimediashow "Heilige Berge - heilige Quellen" als spannende Reise zu den Wallfahrtsstätten der Oberpfalz. Die große Resonanz zeugte davon, dass das Interesse für die heimatlichen Wallfahrtsziele noch heute besteht. Der frühere Leiter des Buch- und Kunstverlags Oberpfalz stellte 57 Wallfahrtskirchen aus der gesamten Oberpfalz vor. Die Bilder entstanden bei der Arbeit an dem gleichnamigen Buch.

Der gesamte Erlös der Veranstaltung ging an die Missionsprokur der Jesuiten in Nürnberg. Im Hauptteil des eineinhalbstündigen Vortrags schilderte der Fotograf seine Kindheits- und Jugenderinnerungen an die Kirchenbesuche und Wallfahrten, aber auch eigene spirituelle Erfahrungen bei Wallfahrten im Erwachsenenalter.

Texte von Setzwein

Die Kriterien für die Auswahl der Kirchen waren: Einerseits sollten die einzelnen Landkreise gleich gewichtet sein, andererseits gab es seitens des Verlags eine genaue Vorgabe, was die Anzahl der Seiten im Buch betrifft. Moser bedankte sich bei dem Schriftsteller Bernhard Setzwein, der die Texte für das Buch verfasste. Die Erläuterungen des Fotografen wechselten sich mit den vertonten Bilderstrecken ab, bei denen sie ohne jeglichen Kommentar zu sehen waren, nur von Musik begleitet.

Immer wieder erzählte Moser Geschichten, die bei den Fototerminen passierten. So sorgten ein emeritierter Einsiedler-Bruder im Adidas-Anzug und eine Mausefalle auf dem Altar für Schmunzeln im Publikum. Die Bilder sprachen aber auch für sich und ließen niemanden kalt: Manch ein Foto zauberte den Betrachtern ein Lächeln ins Gesicht, ein anderes ließ sie nostalgisch oder gar melancholisch werden.

Mit kräftigen Farben und Gefühl fürs Detail zeigte Moser die zum Teil bekannten Kirchen und Kapellen aus einer neuen Perspektive. Er hoffe, dass der eine oder andere so Lust bekomme, ihm unbekannte Wallfahrtsstätten für sich zu entdecken.
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