Herbst-Endspurt durch die Flur

Schirmherr Dieter Ehebauer (Zweiter von rechts) und Wandervereins-Vorsitzender Johann Augsberger (links) zeichneten die stärksten Teilnehmergruppen des 42. Ursensollner Volkswandertags aus. Mit auf dem Bild (rechts) Bürgermeister Franz Mädler. Bild: pj
Lokales
Ursensollen
30.09.2015
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Wanderer sind nicht unbedingt ausgesprochene Sommerfans. Das Ausklingen der Natur in Richtung Winter ist ihnen wegen moderaterer Temperaturen oft lieber. Wenn dazu noch die Sonne scheint, wird es umso reizvoller, wie sich in Ursensollen zeigte.

Auch heuer passte das Wetter beim 42. Internationalen Wandertag rund um den Ort, viele sprachen von einem wahren Traum. Deshalb war es für Schirmherrn Dieter Ehebauer nicht allzu verwunderlich, dass weit über 1000 Teilnehmer an den Start gegangen waren, um für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen, bei Bewegung auszuspannen und Kraft zu tanken in der reizvollen, schon herbstelnden Juralandschaft.

Wie gewohnt, waren drei Strecken mit Längen von drei, fünf und zehn Kilometern angeboten worden. Sie erwiesen sich als gut ausgeschildert und konnten ohne allzu große Kraftanstrengung absolviert werden. Start und Ziel aller drei Routen war die Mittelschule im Dorfzentrum von Ursensollen. Von dort ging es am angenehm gestalteten Dorfplatz vorbei auf der Rathausstraße in Richtung Süden. Die erste Stempelstelle war am Ortsrand an der ehemaligen Bahntrasse Amberg-Lauterhofen eingerichtet worden.

Die Qual der Wahl

Wer wenig Zeit hatte, konnte mit der kurzen Drei-Kilometer-Route vorlieb nehmen, die nach links in Richtung Osten auf dem Flutgraben hinauf zum Kindergarten wieder zum Ziel zurückführte. Die beiden anderen Strecken nahmen ihren Weg weiter bergauf in südlicher Richtung bis nach Stockau. Noch bevor es wieder bergab ging, trennten sich beide Führungen. Die mittlere Distanz führte weiter in östliche Richtung am Kölbl-Hof vorbei und über Feldwege zur Grundschule und zurück über den Kindergarten zum Ziel.

Bei der großen Route ging es steil bergab und vor der Winkl (Sägewerk Lehmeier) nach links durch ein Waldstück hinunter ins Tal nach Stockau, über die Kreisstraße AS 4 und dann wieder bergauf durch ein Waldgebiet zu der Verpflegungsstelle in Kemnatheröd. Nach der Brotzeit rückten schnell Hohenkemnath und Ursensollen wieder ins Blickfeld der Wanderer. Feldwege leiteten die Strecke vorbei am sogenannten Boiml-Kreuz, einem Flurdenkmal, das schon im Urkataster von Hohenkemnath aus dem Jahr 1843 erwähnt ist. Das erst kürzlich renovierte Kreuz steht an der ehemaligen schon vor 3000 Jahren erwähnten Hohen Straße, einer Handelsroute, die aus der Ansbacher Gegend kommend in Richtung Further Senke führte. Kurz vor der Grundschule vereinigten sich die beiden Langstrecken wieder und brachten die Wanderer zum Zielort zurück.

Geselligkeit zählt

Die Aula und das Atrium der Mittelschule waren voll besetzt, als Wanderleiter Johann Augsberger die Teilnehmer Ehrengäste, voran Schirmherrn Dieter Ehebauer, begrüßte. Der Ursensollener richtete sich an die Gäste und bedankte sich bei der Wandersparte, ihm die Schirmherrschaft übertragen zu haben. Bei der Preisverleihung erhielten die fünf stärksten auswärtigen Startergruppen geräucherte Bauernschinken als Anerkennung. Der "Größte Hammer" als weitere Auszeichnung ging zum wiederholten Mal an die Wanderfreunde aus Richtheim, gefolgt von den Gruppen aus Demling, Schwarzhofen, Amberg und Winklhaid. Auch die drei teilnehmerstärksten Ortsvereine - die DJK, DJK-Faustballer und der Schäferhundeverein - wurden mit Präsenten bedacht. Ebenso gingen die gemeldeten rund 60 auswärtigen Gruppen nicht ganz leer aus.

Noch lange hielten sich die Wanderer in der Mittelschule auf, ließen sich die angebotenen Brotzeiten schmecken und der Alleinunterhalter Reindl Toni sorgte für die nötige Stimmung und spielte unterhaltsam den noch gesellig beieinandersitzenden Wanderern auf.
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