Hilfe unter Nachbarn

Dank und Anerkennung erhielten die Männer und Frauen, die unentgeltlich und unbürokratisch Nachbarn helfen: Die Teilnehmer des Projekts feierten im Rathaus Einjähriges. Bild: schk
Lokales
Ursensollen
16.10.2014
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Sie schleppen Möbel, fahren Senioren zum Arzt, gehen einkaufen oder setzen sich auch einfach mal nur hin, um zu reden: Die Nachbarschaftshelfer von Ursen-sollen sind vielseitig - die Bilanz nach einem Jahr.

(schk) Auf Einladung des SPD-Ortsvereins Ursensollen trafen sich die ehrenamtlichen Helfer und Organisatoren der Nachbarschaftshilfe im Rathaus, um ihren einjährigen Geburtstag zu feiern. Beim Frühstück mit Fraktionsvorsitzendem Georg Bauer und Stellvertreter Norbert Mitlmeier erhielten die Aktiven Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit. Ein besonderer Gruß galt MdL Reinhold Strobl, dem die Ursensollener Nachbarschaftshelfer längst ein Begriff waren. Jetzt wollte er sich selbst ein Bild vor Ort über die gemeinnützige Einrichtung machen.

Initiator Norbert Schmid ließ die Entwicklung, die Zeit seit der Antragsstellung Revue passieren. Im Dezember 2012 sei demnach beim Bayerischen Staatsministerium der Antrag auf Förderung zum Aufbau dieser sozialen Einrichtung gestellt worden. Nachdem eine Anschubfinanzierung von 10 000 Euro bewilligt wurde, sei noch ein erheblicher Aufwand notwendig gewesen, bevor man die tatsächliche Hilfe anbieten konnte. Es seien viele Fragen, zum Beispiel zu den Themen Versicherungsschutz, Aufwandsentschädigung oder Erreichbarkeit zu klären gewesen. Ein besonderer Dank galt der gemeindlichen Mitarbeiterin Sonja Scharl, verantwortlich für alle Fragen der Seniorenarbeit, die sämtliche Formalitäten zu erledigen hatte. Nachdem zwei engagierte Kräfte gefunden wurden, konnte die Nachbarschaftshilfe im November 2013 ihre Arbeit aufnehmen und erfreut sich heute größter Beliebtheit. Norbert Schmid bedankte sich ausdrücklich bei Marion Graml und Anna Rautenberg, die die Fäden der Nachbarschaftshilfe seit einem Jahr als Organisatorinnen in ihren Händen halten und die Schnittstelle von den Helfern zu den Hilfesuchenden darstellen. Bürgermeister Franz Mädler lobte ebenfalls die geleistete Arbeit der freiwilligen Helfer und bezeichnete deren Tätigkeit als gelebtes Christentum. Strobl ließ sich von Marion Graml einen Abriss über das Tätigkeitsfeld der bisher 298 geleisteten Einsätze der aktuell 20 Helfer geben. Er lud die Truppe spontan zu einer Fahrt in den Landtag ein.

Die Tätigkeit der Nachbarschaftshilfe umfasse eine große Spannweite an Hilfeleistungen. Neben Hilfestellung für Senioren, wie zum Beispiel Fahrten zum Arzt, Möbeltransporte ins Altenheim, Begleitung zum Gottesdienst, Gesprächen, Einkaufshilfen, Wohnungsbetreuung oder Behördengängen habe man auch schon jungen Familien, die in Not geraten sind Unterstützung geben können, sagte Koordinatorin Marion Graml. Alle Helfer berichteten von einem Gefühl der Genugtuung, die ihnen die Hilfe am Nächsten und deren Dankbarkeit gibt - einen finanziellen Lohn für ihre Arbeit wollen sie nicht.

Der stellvertretende SPD-Ortsvorsitzende Norbert Mitlmeier betonte die Wichtigkeit dieser Einrichtung, deren Bedeutung in Zukunft noch zunehmen werde. In der Diskussion mit den Beteiligten kam die Frage auf, wie es mit der Nachbarschaftshilfe weitergehen würde, wenn die Fördermittel aufgebraucht sind. Mädler, Schmid, Bauer und Mitlmeier sagten ihre Unterstützung für den Fortbestand dieser Einrichtung zu.
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