In Ursensollen war Kirwa. Im Dorf bedeutet das
Nicht viel Schlaf erwischt

Lokales
Ursensollen
25.06.2015
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Ausnahmezustand. Aber nicht nur 13 Tänze und 17 Gstanzln sorgten für beste Stimmung.

(brü) Michael Schaller und Edeltraud Donhauser sind das neue Oberkirwapaar in Ursensollen. Beim Walzer waren die beiden das Paar, das den Blumenstrauß in Händen hielt. Er hatte beim Baumaustanzen die Runde gemacht.

Am Sonntag waren dazu auch wieder unzählige Besucher auf die Wiese beim Gasthaus Reif gekommen, um die Tänze und Gstanzl mitzuverfolgen. Dreher, Zwiefacher und Boarischer wechselten sich ab. Insgesamt präsentierten die Kirwaleute in diesem Jahr die stattliche Anzahl von 13 verschiedenen Tänzen. Dafür ernteten sie viel Applaus, genauso wie für ihre 17 Gstanzln rund um das Dorfgeschehen des Vorjahres. Nach der Wahl des neuen Oberkirwapaares unterhielten D' Hoglbouchan musikalisch und sorgten dafür, dass der Organisatoren von der Feuerwehr, dem Reservistenverein und der Kirwagemeinschaft von einem gelungenen Fest reden konnten. Weit nach Mitternacht war es auch tags zuvor geworden, am Kirchweihsamstag. Dieser begann bereits in den frühen Morgenstunden, als der 34 Meter hohe Kirchweihbaum, in diesem Jahr von Rudi Kummert gestiftet, ins Dorf geholt, geschmückt und am frühen Nachmittag aufgestellt wurde.

Damen feiern Aufstieg

Die offizielle Eröffnung erfolgte am Abend mit dem Anstich des Festbierfasses durch Bürgermeister Franz Mädler, die dann nahtlos in eine heiße Partynacht mit der Band D'Quertreiber überging. Besonders feierten dabei die Fußballdamen der SG Ursensollen/Illschwang. Sie hatten sich am Nachmittag mit dem Sieg im letzten Relegationsspiel den Aufstieg in die Bezirksliga gesichert, was die Mädels dann auf ihrer Kirwa begossen.

Und auch beim Finale am Montag spiegelte sich in den Gesichtern der Verantwortlichen einhellige Zufriedenheit. Trotz des einen oder anderen Regenschauers waren bereits am Morgen über 200 Gäste zum Seniorenfrühschoppen gekommen. Als sich dieser gegen Mittag dem Ende entgegen neigte und die ersten Gäste zum Mittagstisch anrückten, hieß es für die Kirwapaare ausrücken. Auf dem Programm stand das Kirwabärtreiben. Das Los fiel dabei auf Simon Huber, als Kirwahexe wurde Laura Kuhn bestimmt. Angetrieben wurden sie von Michael Schaller. Musikalisch angeheizt durch die Band Stand by ging es hinein in den Abend, auf den Höhepunkt zu - die Baumverlosung.

Baum für 400 Euro

Das Losglück hatte dabei Erhard Ebenhöch aus Ursensollen auf seiner Seite. Er gewann den Baum, den er für eine Spende wieder an die Paare zur Versteigerung zurückgab. Mit 400 Euro war Christian Kuhn aus Ursen-sollen der Höchstbietende. Dafür wurde er in der Bar von den Kirwaleuten mit dem einen oder anderen Freigetränk entlohnt und feierte, wie viele andere auch, bis tief in die Nacht hinein den Ausklang einer gelungenen Ursensollener Vituskirwa.
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