Kryptischer Name, toller Sound

Tristan Uth, Dirigent der Brass-Formation (vorne, dunkler Anzug), hatte nicht nur seine Musiker im Griff, sondern führte mit seinen Anmoderationen der gespielten Stücke auch sehr aufschlussreich durch das Programm. Bild: brü
Lokales
Ursensollen
05.11.2014
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Sie nennen sich 3BA Concert Band. Was sich dahinter verbirgt, bleibt etwas nebulös. Wer sie aber hört, weiß gleich Bescheid.

(brü) Das, was sich jeder Musiker wünscht, gab es im Kubus. Minutenlange stehende Ovationen der gut 150 Besucher für die 3BA Concert Band. Das gut zweistündige Galakonzert mit dem Titel "Epic Brass" begeisterte das Publikum, das deshalb nicht mit seinem Applaus sparte.

Zwölf Stücke hatten die Musiker der Bayerischen Brass Akademie im Programm dieses Auftritts. Eine abwechslungsreiche Mischung aus bekannten Stücken, Solonummern und Sequenzen aus den Anfangszeiten der Brass-Musik Mitte des 19. Jahrhunderts. Der Dirigent der Truppe, Tristan Uth, führte zudem mit seiner Anmoderation der einzelnen Nummern höchst informativ durch das Programm.

Eröffnet durch den "Queensberry Marsch", einem Klassiker für Brass-Bands, ging die musikalische Reise zunächst zurück zu den Anfängen des in England entstandenen Musikstils. Dabei durften die von Percy Fletcher komponierten Stücke "Labour and love" aus dem Jahr 1913 sowie das 1926 geschriebene "An Epic Symphony" nicht fehlen. Die Überleitung in die Moderne gelang zum Abschluss der ersten Runde mit dem Stück "On The Shoulders Of Giants" aus der Feder von Peter Graham. Gut eine Viertelstunde dauert die Komposition und bietet dabei als Paradestück eine Gegenüberstellung von Brass-Tönen aus Vergangenheit und denen des musikalischen Hier und Jetzt dieses Genres.

Acht zeitaktuelle Stücke bildeten die zweite Runde des Abends. Unter anderem aus dem Musical "Das Phantom der Oper", Popklassiker von Freddie Mercury und Queen sowie Filmmusik aus "Braveheart". Und dies alles gespielt von einer ausgezeichneten Formation, die sich diverser nationalen und internationaler Auszeichnungen rühmen kann. Die mit viel Leidenschaft und Hingabe gespielten Stücke hinterließen auch im Ursensollener Kubus einen bleibenden Eindruck.

Nicht nur beim Publikum, sondern auch bei den Verantwortlichen der Musikkapelle Ursensollen, die den Abend organisiert und ausgerichtet hatte. Vorsitzende Angela Harbauer und Dirigent Stefan Neger zeigten sich vollends zufrieden. "Die Band ist Vizeweltmeister und mehrfacher Deutscher Meister, also schon eine sehr große Nummer für unsere kleine Gemeinde", freute sich Neger. "Und das, was sie heute gezeigt haben, war ein Galakonzert der Extraklasse".
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