Plädoyer für Wildfleisch aus regionaler Erzeugung
Vom Gehege auf den Tisch

Das Fleisch von Tieren aus Wildgehegen, wie hier der Heinzhof nahe Ursensollen, wird nach Ansicht der Erzeuger noch nicht effektiv genug vermarktet. Archivbild: Hartl
Lokales
Ursensollen
22.11.2014
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Wild gibt es nicht nur im Wald und auf der Wiese. Die Haltung der Tiere in umzäunten Anlagen sei "ein Zweig der Landwirtschaft, ein kleiner Bereich zwar, dafür umso feiner". So jedenfalls ordnet Max Weichenrieder, der Vorsitzender des Landesverbands der Bayerischen landwirtschaftlichen Wildhalter, die Bedeutung dieser Form der Fleischproduktion ein.

Bei der Mitgliederversammlung des Regionalverbands Oberpfalz in Heinzhof/Ursensollen (Kreis Amberg-Sulzbach) betonte er, man sei ohnehin an die EU-Vorschriften zur Fleischvermarktung gebunden - Bund oder Freistaat sollten die Spielräume nicht weiter einschränken.

Martin Biegerl, Vorsitzender des Regionalverbands, bedauerte, dass viele Gehege nicht nur aus Altersgründen aufgegeben würden, sondern auch immer öfter wegen bürokratischer Hürden und ansteigender Kostenbelastung. "Dem Verbraucher müssen die Vorzüge des regional erzeugten Wildfleisches offengelegt werden", sagte er und sprach sich gegen Fleischimporte aus, die "fast um den ganzen Erdball gekarrt" würden.

Derzeit gibt es laut Verbandsangaben 2350 Wildgehege in Bayern, in mehr als 300 von ihnen leben die Tiere demnach ähnlich wie ihre freilebenden Artgenossen. Die meisten Wildgehege, fast 200, gibt es in Oberbayern, in der Oberpfalz sind es 89.
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