So ist das mit Merkel und der NSA

Drei Vollblutmusiker standen auf der Bühne des ausverkauften Kubus: Dass (von links) Sophie Meier-Rastl, Sebastian Daller und Wastl Meier voll den Geschmack des Publikums trafen, bewies langanhaltender Beifall. Bild: gf
Lokales
Ursensollen
14.09.2015
14
0

Die Bundeskanzlerin und ihren Vize unterscheidet nur die Frisur. Und der Atomausstieg ist sowieso sinnlos: Denn wenn es den Sigmar Gabriel zerreißt, gibt es eh den Supergau. Bissig ist er, der niederbayerische Gstanzlsänger Sebastian Daller - das bewies er beim Auftritt im Kubus.

Knochentrocken ist Dallers Humor. Der Gymnasiallehrer für Latein und Deutsch im Zweitjob verteilt in Ursensollen verbal Watschn in alle Richtungen. Die Bluatsverwandtschaft, die Volksvertreter, aber auch die Oberpfälzer bekommen ihr Fett ab. Und quittierten das am Freitagabend im Kubus mit einem Pfeifkonzert.

Sophie Meier-Rastl, die Frau mit Migrationshintergrund, Flüchtling aus Liebe und am Meier Wastl aus Stockau - dem mit der Tuba - hängengeblieben, begleitet Daller. Damals habe es in ihrer Heimat keine gscheitn Männer gegeben, meint er: Jetzt kämen sie zügeweise aus Ungarn, aber die Österreicher schickten alle nach Deutschland weiter. Froh ist der Niederbayer, dass der Bio-Bauer Wastl Meier endlich wieder Zeit zum Spielen habe - weil er nun nicht mehr nachts heimlich aufs Feld schleichen müsse zum Spritzen. Über sich selbst verrät Daller, dass er einen Arbeitgeber gesucht habe, bei dem er fürs Dumm-Daherreden Geld bekommt. Dazu hat er als Lehrer den Freistaat gefunden. Dumm daherreden kann der Daller. Aber oft dauert es einige Sekunden, bis seine Pointe angekommen ist.

Die NSA könne man glatt vergessen, sagt er: Die Ratschweiber vom Frauenbund wissen einfach mehr. Und auf Erotikmessen sehe man keine Hausfrauen mehr, denn alle hätten ja jetzt für alles ihren Thermomix. In seiner Kindheit hat Daller oft am Daumen gelutscht. Bis er zu Weihnachten das Buch vom Struwwelpeter bekommen hat, wo der Schneider mit einer riesigen Schere dem Daumenlutscher die Daumen abgeschnitten hat. In der Christmette sah Daller dann den Schreiner Eisenreich, der nur noch zwei Finger an der Hand hatte: Da musste er an den Struwwelpeter denken.
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.