Täter geschnappt, Serie gestoppt

Lokales
Ursensollen
29.10.2015
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Der Spuk von sinnlosen Sachbeschädigungen in Ursensollen ist vorbei. Seit Sommer hatte eine ganze Serie von Taten den Ort in Atem gehalten. Jetzt ist sie aufgeklärt: Die Polizei ermittelte vier Burschen im Alter zwischen 14 und 15 Jahren, die für den Blödsinn verantwortlich sind.

Auf die Spur kamen ihnen die Beamten sozusagen durch die Mithilfe des Schützenvereins. Dessen Gelände war gleich mehrmals heimgesucht worden, wobei die Vandalen nach Auskunft der Ordnungshüter "verschiedenste Beschädigungen" hinterließen: Einmal waren es die Lautsprecher im Außenbereich, die demoliert wurden, oder Zielscheiben der Bogenschützen, die zu Zielscheiben der Rowdys wurden. Ein anderes Mal wurde mit einem Messer ein Hakenkreuz in eine Holztischgarnitur geritzt.

Um dem üblen Treiben auf seinem Areal auf die Spur zu kommen, entschied sich der Vorstand des Schützenvereins, eine Videokamera zu installieren. Und siehe da: Sie lieferte tatsächlich Aufnahmen, als drei der mutmaßlichen Täter erst vor kurzem wiederkamen. Aufgabe der Polizei war es dann, herauszufinden, um wen es sich bei dem Trio handelt. Die Identifizierung gelang, rasch führten die Ermittlungen zu insgesamt vier Jugendlichen, die teilweise in Ursensollen wohnen, aber auch von außerhalb der Gemeinde kommen. Sie waren nach Mitteilung der Ordnungshüter in wechselnder Besetzung aktiv und richteten alleine beim Schützenverein einen Schaden von rund 1200 Euro an.

Außerdem seien mindestens zwei aus der Gruppe für weitere Beschädigungen auf dem Klärwerksgelände in Garsdorf verantwortlich. Hier wurde Mitte September eingebrochen, und zwar, indem erst mal der Zaun zerschnitten wurde. Auf dem Gelände warfen die Täter dann mit Steinen sämtliche Fensterscheiben ein und demolierten mehrere Dachziegel am Gebäude. Den Gesamtschaden bezifferte die Gemeinde auf gut 500 Euro.

Allein mit dieser Tataufklärung sind die Ermittlungen der Beamten aber noch nicht abgeschlossen. Sie glauben, dass die jungen Vandalen durchaus für weitere Straftaten infrage kommen könnten, die vielleicht noch gar nicht angezeigt worden sind. Allein über das, was dem Quartett bisher nachgewiesen werden konnte, wurden auch ihre Erziehungsberechtigten und das Jugendamt informiert, heißt es im Polizeibericht. Das sei bei solchen Anzeigen ohnehin üblich.
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