Übung in Ursensollen bezieht alle Ortsteile ein - 600 Meter Schlauchleitung verlegt
Sechs Wehren ziehen an einem Strang

Lokales
Ursensollen
22.11.2014
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"Helfen in Not ist unser Gebot", haben sich die bayerischen Feuerwehren als Losung gegeben, und die sechs in der Gemeinde ansässigen Ortswehren wollten Taten folgen lassen. Sie schlossen sich der landesweiten Aktionswoche an und übten den Ernstfall. Simuliert wurde ein Werkstatt-Brand auf dem Aussiedlerhof Kölbl.

Das Szenario konzentrierte sich auf die Herausforderung, eine überdurchschnittlich lange Schlauchstrecke zu legen und einen vom Feuer bedrohten Verletzten zu bergen. Gegen 13.40 Uhr hatten die Sirenen im gesamten Gemeindebereich aufgeheult und die Aktiven der sechs Ortsteilwehren in ihre Gerätehäuser gerufen. Dort bekamen sie die Einsatzvorgabe "Werkstattbrand in Ursensollen bei Kölbl - Person vermisst".

Nur Minuten später trafen die Kräfte aus Ursensollen, Hohenkemnath, Garsdorf, Thonhausen, Hausen und Zant am vorgegeben Ort ein und als Einsatzleiter übernahm Thorsten Michel, Kommandant der Ursensollener Wehr, die Koordination. Dichter Rauch quoll derweil aus einem Gebäudeteil des Aussiedlerhofes, der selbst nicht über eine Wasserentnahmestelle verfügt. Der nächstgelegene Hydrant wurde an der Grundschule in Ursensollen in rund 600 Meter Entfernung ausgemacht. Während die Kräfte aus Ursensollen die Brandbekämpfung in der Werkstatt unter schwerem Atemschutz direkt angingen, übernahmen Hohenkemnath, Garsdorf, Thonhausen und Hausen die Wasserförderung per Schlauchstrecke.

Dazu benötigten sie zwei Tragkraftspritzen und rund 40 B-Schläuche. Zu überwinden waren zudem rund 20 Höhenmeter. Die Brandbekämpfung wurde derweil über die Löschwassertanks der Ursensollener Einsatzfahrzeuge LF 16 und StLF 10/6 sichergestellt.

Nach wenigen Minuten war der gesuchte Verletzte geborgen, es musste jedoch eine Reanimation eingeleitet werden. Dazu wurde eine Übungspuppe des BRK verwendet. Nach rund 15 Minuten stand die Wasserförderung aus der Ortschaft bis zum Aussiedlerhof, das Löschwasser war mithin gesichert. Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandinspektor Hubert Blödt sowie die beiden Kreisbrandmeister Alexander Graf und Armin Daubenmerkl und Bürgermeister Franz Mädler beobachteten die Übung und zeigten sich beeindruckt von dem reibungslosen Zusammenwirken sechs Ortswehren. Zu einer Abschlussbesprechung versammelten sich die eingesetzten rund 60 Einsatzkräfte im Ursensollener Gerätehaus. In seiner Manöverkritik zeigte sich Blödt mehr als zufrieden und lobte den motivierten Einsatz aller Beteiligter.
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