Zeuge einer bewegten Zeit

Die Bildhauerin Lucia Torge (im weißen Pulli) hat eine Bahnstele aus Granit gefertigt, in die die bronzenen Miniaturen eingelassen sind. Sie sollen an die Lokalbahn erinnern. Mit im Bild (von rechts) Pfarrer Dr. Konrad Willi, die Bürgermeister Franz Mädler, Norbert Schmidt und Josef Schmaußer sowie (am linken Bildrand) der verantwortliche Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch. Bild: gf
Lokales
Ursensollen
13.05.2015
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Zum Tag der Städtebauförderung gab es Kunst. In Ursensollen auf der ehemaligen Bahntrasse von Amberg nach Lauterhofen wurde eine von der Bildhauerin Lucia Torge gestaltete Bahnstele eingeweiht.

Ursensollen und die größeren Orte im Gemeindebereich hätten in den letzten Jahren von der Städtebauförderung und Dorferneuerung profitiert. Dies betonte Bürgermeister Franz Mädler auf dem neu gestalteten Umfeld des Ursensollener Bahnhofs. Etwa vier Millionen Euro habe die Gemeinde hier investiert, gut 60 Prozent davon kämen aus öffentlicher Förderung. Aber mit 200 000 Euro seien auch Anlieger an zwei Maßnahmen in Ursensollen zur Kasse gebeten worden, stellte Mädler heraus.

Weiterer Mittelpunkt

Besonders sei hervorzuheben, dass alle Maßnahmen mehrheitlich vom Gemeinderat in konstruktiver Zusammenarbeit getragen wurden. Das Umfeld des alten Bahnhofs sei nun ein weiterer Mittelpunkt von Ursensollen, bei dem auch Vereine und Verbände mit eingebunden werden konnten. Mädler betonte, dass mit der Eisenbahnverbindung als wichtiger Verkehrsachse von Amberg nach Lauterhofen Ursensollen den ersten Aufschwung erlebt habe.

"Vor zwölf Jahren hat ein Münchner Architekturbüro das Sanierungsgebiet um den alten Bahnhof festgelegt. Den Feinschliff hatte dann der Landschaftsarchitekt Christopher Trepesch aus Amberg zu verantworten. Den habe ich vorher verdeckt getestet", meinte Mädler. "Und der seinen Job nicht besser hätte erledigen können."

Der Bürgermeister lobte auch die Regierung der Oberpfalz, ohne die sich derartige Projekte kaum verwirklichen ließen. Josef Schmaußer, Heimatpfleger und 3. Bürgermeister, erinnerte an den Bau der Bahnverbindung nach Lauterhofen, auf der am 7. Dezember 1903 der erste Zug rollte. Wirklich wichtig sei die Bahnverbindung gewesen, denn nun konnte der Holzreichtum der Gegend auch vermarktet werden. Im März 1972 kam das Ende dieser Lokalbahnstrecke. Nur noch einige Viadukte, wahre Naturdenkmäler, zeugen von der ehemaligen Bahnlinie und dienen heute als gut angenommene Rad- und Wanderwege.
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