Gemeinderat bringt Breitband-Ausbau voran
Devise heißt: Glasfaser für alle

Politik
Ursensollen
12.02.2016
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will dem Internet Beine machen. Die Gemeinde nutzt einen Zuschuss des Freistaats für den Ausbau ihres Breitbandnetzes. Glasfaser für ganz Ursensollen heißt die Devise.

Das Thema war ein Tagesordnungspunkt im Gemeinderat: Es ging ums Geld.

Die Bayerische Staatsregierung will mit ihrem Förderprogramm zum Breitbandausbau bis 2018 die Breitbandversorgung mit schnellem Internet deutlich verbessern. Sie stellt Ursensollen dafür Fördermittel von maximal 970 000 Euro (inklusive 50 000 Euro für interkommunale Zusammenarbeit) zur Verfügung. Um diese Finanzspritze möglichst umfassend im Gemeindegebiet einzusetzen, wurde das Ingenieurbüro IK-T aus Regensburg eingeschaltet. Seine Aufgabe: durch die Bündelung von Erschließungsgebieten in der ganzen Gemeinde die Internetversorgung deutlich zu verbessern.

So profitieren Hausen, Heimhof, Oberleinsiedl, Unterleinsiedl, Rückertshof, Haag, Kotzheim, Zant, Erlheim, Garsdorf, Bittenbrunn, Thonhausen, Wollenzhofen sowie die unterversorgten Gebiete in Ursensollen im Gewerbegebiet Süd und im Baugebiet Hoher Rain II mit einem Ausbau des jeweiligen Kabelverzweigers mit Glasfaser. Die künftigen Geschwindigkeiten liegen hier bei 30 bis 50 MBit/s. In angrenzenden Ortsteilen wie Häuslöd, Reinbrunn, Eigentshofen oder Eglhofen ist eine Verbesserung von bis zu 16 MBit/s möglich. Die Wirtschaftlichkeitslücke für den Ausbau wird auf bis zu 1,6 Millionen Euro geschätzt. Bei einem Fördersatz von 80 Prozent müsste die Gemeinde einen Eigenanteil bis zu 680 000 Euro tragen. Der Gemeinderat beschloss die Ausschreibung.

Weil die Parzellen 14 und 19 geringfügig verändert worden waren, war der Bebauungsplan Rängberg erneut ausgelegt worden. Jetzt wurde er endgültig als Satzung beschlossen. Parallel dazu wurde bereits die Erschließungsplanung erledigt. Das Büro "S² Ingenieure" aus Barbing stellte dem Rat die Einzelheiten vor. Das Gebiet wird im Trennsystem (Schmutz- und Regenwasser in gesonderten Kanälen) entwässert. Die Haupterschließungsstraße ist sieben Meter breit, davon werden fünf Meter asphaltiert und zwei Meter als Mehrzweckstreifen gepflastert. Der Erschließungsträger wurde beauftragt, Tiefbauarbeiten und Lärmschutzwand auszuschreiben.

Abgesegnet haben die Bürgervertreter eine Nutzungsänderung zum Umbau des Mehrzweckraums in der Grundschule Ursensollen: Hier entsteht eine provisorische Kinderkrippe. Abhängig von der Genehmigung und dem folgenden Umbau könnte die neue Einrichtung bereits im Juni 2016 in Betrieb gehen.

Interessierte Eltern können sich mit der Gemeindeverwaltung oder deren Kooperationspartner bei diesem Projekt, dem Roten Kreuz in Amberg, in Verbindung setzen.
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