Gemeinderat Ursensollen stellt Weichen:
Ein Waldhaus für den Naturpark

Hinter der Gastwirtschaft Waldhaus könnte das Naturparkzentrum Besuchern als zentrale Anlauf- und Informationsstelle dienen: Der Ursensollener Gemeinderat ist damit grundsätzlich einverstanden. Bild: srö
Politik
Ursensollen
30.03.2016
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Als einem der jüngsten in Bayern fehlt dem Naturpark Hirschwald bislang eine zentrale Anlaufstelle für Besucher. Den idealen Standort dafür hat man aber schon im Blick.

Der Naturpark Hirschwald erstreckt sich über 280 Quadratkilometer von Amberg im Norden bis Schmidmühlen im Süden und Kastl/Ursensollen im Westen. Erste Ideen zum bislang fehlenden Informationszentrum präsentierte Naturpark-Geschäftsführerin Isabel Lautenschlager jetzt dem Ursensollener Gemeinderat.

Ein solcher Bau könnte auch als Ausgangspunkt für Umweltbildungsmaßnahmen dienen, merkte sie an. Als idealen Standort für das Infozentrum sieht der Naturpark-Vorstand ein Grundstück am Waldhaus im Gemeindegebiet von Ursensollen: Hier könnten erheblichen Synergieeffekte mit der Ausflugsgaststätte, mit Spielplatz, Wildschweingehege, Parkplatz und der ÖPNV-Anbindung genutzt werden, machte Lautenschlager deutlich. Sie zeigte den Räten eine erste Skizze eines eingeschossigen Holzbaus mit zentralem Infobereich, einen Gruppen- oder Ausstellungsraum, Büro, Lager, WC, Teeküche und Technikraum. Entsprechend der Naturpark-Ziele soll das Gebäude mit moderner, energiesparender und regenerativer Technik ausgestattet werden. Der Wunsch der Geschäftsführerin: Es soll möglichst aus heimischem Holz und mit Beteiligung von Firmen aus der Naturpark-Region errichtet werden.

Positive Vorgespräche mit der Regierung der Oberpfalz, die öffentliche touristische Infrastruktureinrichtungen mit bis zu 80 Prozent fördert, wurden laut Lautenschlager bereits geführt. Das Landratsamt habe bauplanungs- und naturschutzrechtliche Akzeptanz signalisiert. Die Gemeinde Ursensollen müsste jedoch die Bauträgerschaft sowie die Beantragung von Fördergeldern übernehmen. Der Naturpark-Verein sei hier nämlich selbst nicht förderberechtigt. Die Räte befürworteten das Projekt und grundsätzlich auch den Ursensollener Part einstimmig.

Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft leitet die Geschäfte der Dorferneuerung Hohenkemnath. Eine Amtsperiode dauert sechs Jahre. Vier Mitglieder und deren Stellvertreter wählt die Teilnehmergemeinschaft (die Bürger von Hohenkemnath) am Donnerstag, 12. Mai, im Partyraum Hirsch in Hohenkemnath neu.

Zusätzlich stellen die Gemeinde und das Amt für Ländliche Entwicklung je ein Vorstands-Mitglied. Der Gemeinderat entschied jetzt, wie bisher 1. Bürgermeister Franz Mädler und als Stellvertreter 3. Bürgermeister Josef Schmaußer zu entsenden.

Die Erschließung im Baugebiet Rängberg im Westen Ursensollens soll im April beginnen und noch heuer abgeschlossen werden. Mit 57 Parzellen hofft die Gemeinde, die große Nachfrage nach Baugrund zu decken. Der voll erschlossene Quadratmeter kostet 104 Euro. In einem Vergabeverfahren kann sich jeder Interessent für eine Parzelle bewerben. Anfragen werden nach Eingang berücksichtigt (Einheimische sowie Bauwillige mit hauptberuflicher Tätigkeit in der Gemeinde bevorzugt).

Reservierungen sind voraussichtlich ab April möglich. Weitere Informationen gibt es im Bauamt (09628/92 39 13)und auf der Homepage der Gemeinde (www.ursensollen.de). (srö)

Erster NaturparktagIsabel Lautenschlager warb im Gemeinderat für den Naturparktag - eine Premiere am Freitag, 29. Mai. Auf dem Dorfplatz in Ursensollen soll dabei vor allem die regionale Natur- und Kulturlandschaft im Mittelpunkt stehen. Viele Akteure tun sich zusammen, um den Besuchern die Schönheit, Vielfalt und Besonderheit des Naturparks näherzubringen. Neben Wanderung, Radtour und Kinderanimation gibt es einen Markt und Ausstellungen, bei dem naturnahe Herstellung, landwirtschaftliche Erzeugnisse und lokal hergestellte Lebensmittel im Vordergrund stehen.

Gewerbetreibende, Direktvermarkter, andere Interessierte sowie Vereine aus der Region können sich noch mit dem Kubus-Team im Rathaus Ursensollen in Verbindung setzen, um sich noch anzuschließen. (srö)
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