Gemeinderat Ursensollen steuert Beschädigungen an öffentlichen Einrichtungen entgegen
Vandalismus häuft sich

Während der südliche Teil des Baugebiets Rängberg bereits fast abgeschlossen ist, sind im nördlichen Bereich die Arbeiten noch im vollen Gange. Bild: srö
Politik
Ursensollen
08.10.2016
58
0

Im Baugebiet Rängberg laufen die Planungen für die verkauften 46 Parzellen auf Hochtouren. Wegen der teilweise starken Hanglage änderte der Gemeinderat den Bebauungsplan.

Die bereits vorgelegten Eingabeunterlagen oder Entwürfe der Bauwilligen gaben Anlass dazu, Wandhöhe, Baugrenze und Neigung von Satteldächern zu modifizieren. Nun steht die formelle Beteiligung der Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit an.

Nach der Vergabe der Parzellen für Einfamilienwohnhäuser sind jetzt die Bauplätze für die Mehrparteienbebauung an der Reihe. Sieben Flächen im Baugebiet Rängberg werden ab Montag, 10. Oktober, zum Verkauf gestellt. Die Vergabe erfolgt per E-Mail. Interessenten sollen sich mit dem Baureferat der Gemeinde in Verbindung setzen.

Bei der Sitzung ging es auch um den Namen für die neu zu errichtende Straße im nördlichen Bereich. Die Erschließungsstraße neben der bestehenden Straße Rängberg, die zu den Sportheimen führt, soll Bürgermeister-Kuhn-Straße heißen. Kuhn war von 1963 bis 1978 Bürgermeister von Ursensollen. In seiner Zeit wurden zehn Gemeinden mit zusammen 38 Ortschaften zur heutigen Gemeinde Ursensollen geformt - eine großen Herausforderungen. Die südliche Erschließungsstraße wird hinsichtlich der Hausnummerierung im Anschluss an die Ortsstraße Butzenwinkel fortlaufend weitergeführt.

In Ursensollen häufen sich Beschädigungen von öffentlichen Einrichtungen. Allein heuer wurden über ein Dutzend Fälle festgestellt, Schaden: 6000 bis 8000 Euro. Anzeigen bei der Polizei verliefen bisher ergebnislos. Um dem entgegenzuwirken, entschied sich der Gemeinderat, in Zusammenarbeit mit der Kriminalfachstelle der Polizei ein Sicherheitskonzept auszuarbeiten und Angebote für eine Kameraüberwachung an verschiedenen öffentlichen Einrichtungen einzuholen. Bürgermeister Mädler informierte, dass die interkommunale Ausschreibung zum Breitbandausbau angelaufen sei. In einem zweistufigen Auswahlverfahren konnten sich zunächst die Netzbetreiber um die Ausschreibungsunterlagen bewerben. Die Auswertung der Angebote und die Auswahl des Netzbetreibers sollen bei der Gemeinderatssitzung im Januar erfolgen.

Seniorenwohnanlage mit 16 EinheitenIn der Ortsmitte Ursensollens soll eine Seniorenwohnanlage zum selbstbestimmten Wohnen im genossenschaftlichen Modell entstehen. Das Konzept wurde bereits vom Bundessozialministerium prämiert und als eines von zwei in Bayern mit einem Startgeld von 100 000 Euro bezuschusst. Mit diesen Mitteln will die Gemeinde das Projekt planen, um es dann an eine Genossenschaft zu übergeben. Die soll die Maßnahme umsetzen. Die Architekten Berr & Schindlbeck aus Kelheim stellten dem Gremium die ersten Entwürfe vor. Neben 16 Wohnungen mit einer Größe von 55 bis 90 Quadratmetern sollen auch eine ambulante Pflegestation und ein kleines Kaffeehaus integriert werden. Sobald die Fachplanung steht und konkrete Kosten vorliegen, wird ein Katalog mit Preisen erstellt und mit der Vermarktung der Wohnungen begonnen. Baubeginn wäre, sollte es genügend Interessenten geben, die zweite Hälfte nächsten Jahres. (srö)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.