Ziel: Tempo 30 in der Ortsdurchfahrt
Gemeinderat will den Verkehr bremsen

Zunehmender Verkehr, vor allem auch bei Lkw, macht den Abschnitt der B 299 in Ursensollen vor der Schule (im Hintergrund links) zu einer Gefahrenzone für Kinder und Anwohner. Bild: hfz
Politik
Ursensollen
30.06.2016
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Aus dem Ursensollener GemeinderatUrsensollen macht mit beim Wettbewerb 2016-2019 "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden": Der Gemeinderat entschied, die Ortschaften Ursensollen, Hohenkemnath und Oberhof anzumelden.

Für das neue Baugebiet Rängberg müssen neue Straßennamen vergeben werden. Das Areal wird von der bestehenden Gemeindeverbindung Rängberg (B 299-Sportheim) erschlossen. Der südliche Bereich knüpft an den Butzenwinkel an. Dieser wird mit fortlaufenden Hausnummern verlängert. Im nördlichen Bereich braucht die neue Straße einen Namen.

Der Verbindungsweg aus dem Baugebiet im westlichen Bereich zum Scharfenberger Geh- und Radweg und zur Verbindung im Osten zum Talweg wird Flinsersteig heißen. Die Trasse im Osten mit Anschluss an den Talweg bekommt die Bezeichnung Verbindungsweg zwischen Butzenwinkel und Talweg.

Der Pfad aus dem Baugebiet, der an die Ortstraße Am Südhang anschließt, wird offiziell Verbindungsweg zwischen Butzenwinkel und Südhang heißen. Der Fußweg, der die Erschließung im Süden verbindet, erhält den Namen Butzensteig. Alle werden nach amtlicher Vermessung als beschränkt-öffentliche Wege gewidmet. Die Strecke zum Zweckverband zur Wasserversorgung wurde 2007 Zum Hussittenloch benannt. In der nächsten Sitzung soll der Gemeinderat einen neuen Namen beschließen.

Es geht um die Sicherheit von Schülern und Anwohnern. Für sie müssen Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße in Ursensollen künftig einen Gang zurückschalten.

Über eine Geschwindigkeitsbeschränkung an der B 299 im Bereich der Mittelschule hat jetzt der Gemeinderat diskutiert. Die Bundesstraße führt in der Ortschaft direkt an der Mittelschule und deren Bushaltestelle vorbei.

Das immer weiter ansteigende Verkehrsaufkommen, vor allem beim Schwerlastverkehr, und ständige Geschwindigkeits-Überschreitungen waren ein Thema im Rat. Der sieht dadurch Kinder und Jugendliche, besonders beim Zu- und Einstieg in die Schul- und Linienbusse, verstärkt gefährdet. Die unübersichtliche Kurvenlage erhöhe das Risiko noch. Auch die hervorragend angenommene Bücherei, spezialisiert auf Kinderbücher, liegt in der Gefahrenzone.

Katastrophal ist die Situation nach Auskunft von Bürgermeister Franz Mädler, wenn der Verkehr umgeleitet werden muss, weil die Autobahn A6 gesperrt wird. Das sei in diesem Jahr schon wiederholt notwendig geworden. Dann sei es nahezu unmöglich, die Bundesstraße zu überqueren.

Der Gemeinderat beschloss aus diesen Gründen einstimmig, zur Sicherheit der Schulkinder und der Anwohner, beim Staatlichen Bauamt eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h zu beantragen. Gelten soll das Tempolimit im Bereich der Mittelschule und der FußgängerÜberquerung zum Friedhof.

Bereits im April hatten die Bürgervertreter die Einführung der getrennten Abwassergebühr beschlossen. Bemessungsgrundlagen und Kalkulationszeitraum wurden für 2017 bis 2019, also für drei Jahre, festgesetzt. In seiner jüngsten Sitzung entschied das Gremium nun, den höchstmöglichen Kalkulationszeitraum anzuwenden: vier Jahre. Das spare Kosten und Verwaltungsaufwand.

Damit könnten außerdem in die folgende Gebührenkalkulation auch gleich die erforderlichen Umbauten der Kläranlagen Hohenkemnath und Heimhof mit einfließen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Kalkulation getrennter Abwassergebühren für den Bemessungszeitraum 2017 bis 2020 vorzunehmen.
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