4. Hayag-Benefizabend in Ursensollen
Witze über Merkel und Mädler

Eineinhalb Pfund wog der Lucky aus Kohlberg bei der Geburt, aber das ist lange her, sagt er selbst. Bilder: gf (2)
Vermischtes
Ursensollen
28.09.2016
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Vergangenes Jahr hat der Lucky aus Kohlberg mit dem Erzählen von Witzen im BR eine Mini-Rolle bei "Dahoam is dahoam" gewonnen. Heuer wieder. Gesendet wird's im Oktober. Aber zuerst einmal musste er in Ursensollen das Publikum derblecken.

Das war beim 4. Hayag-Benefizabend, der am Samstag für einen rappelvollen Kubus sorgte, gar nicht schwer. Beim ersten kritischen Blick auf die Zuhörer stellte der Lucky nämlich fest, dass da jede Menge "G'schmeiß" drinsitzen, eine Blondine aus Hamburg und ein paar Frankenschädel. Als Oberpfälzer mag er die Norddeutschen nicht besonders, aber die Franken "scho glei gorned". Im Lied vom "Hener-auch" (oder wie der Kohlberger für alle Nichtoberpfälzer ins Neudeutsche übersetzte: vom "Chicken Eye") rumpelt der Lucky mit seinem Henerauch überall und bei den unmöglichsten Situationen an, sogar beim Finale unter der Bettdecke.

"Mehr Menschlichkeit"


Zum Ritual des Benefizabends gehört die Hayag-Hymne, mit der Siegi Luber und Bebbo Schuller sich "an Tagen wie diesen mehr Menschlichkeit wünschen". Bunt und deftig war es mit der "Ruaßkuchlmusi": Ingrid und Dominik Harrer begeisterten mit Couplets und Gstanzln. So sei Kanzlerin Angela Merkel ein schöner Menschen von den Zehen bis zum Hals, nur der Kopf verschandle das gesamte Bild. Dann bekommt Franz Mädler sein Fett ab: Bürgermeister sei er nur geworden, weil er für die Feuerwehr zu langsam und für die Musikkapelle "z'bled" gewesen sei.

Schließlich steht Franziska Wanninger auf der Bühne und wettert auf den Schönheitswahn. Glänzend versteht sie es, als Bedienung auf dem Oktoberfest allen Gästen eine Maß und ein Hendl aufzuschwatzen, selbst denen, die ursprünglich nur Mineralwasser bestellen wollten.

Keiner verlangt Gage


Moderator Martin Gruber dankte den Künstlern, die allesamt auf ihre Gage verzichteten, damit der Eintritt zu 100 Prozent dem Projekt Hayag zugutekommen konnte. Das Hilfsprojekt sorgt vor allem für die Schul- und Berufsausbildung von Mädchen auf den Philippinen. Laut dem Vorsitzenden Siegfried Kreuzer ist es einmalig, dass dabei keine Verwaltungskosten anfallen, da alle Nebenkosten die Vorstandsmitglieder übernehmen. Der Ursensollener Bürgermeister Franz Mädler seinerseits dankte Martin Gruber, im Hauptberuf Korrespondent des Bayerischen Rundfunks in Amberg, für seine gut zehnjährige Tätigkeit in der Region. Gruber geht für den BR in seine niederbayerische Heimat nach Passau.
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